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Schwörtag: Bosch richtet klare Worte an Landesregierung

Vom 14. Jahrhundert bis ins Jahr 1802 wurde in der Freien Reichsstadt Reutlingen jedes Jahr feierlich der Schwörtag begangen. Der neue Bürgermeister wurde gewählt und musste vor den Augen der Bürgerschaft den Amtseid schwören. Seit einigen Jahren ist der Schwörtag als Bürgerfest wieder belebt. Reutlingen will jetzt zwar nicht wieder Freie Reichsstadt, dafür aber Kreisfreie Stadt werden. Klar, dass beim Schwörtag auch dieses Thema zur Sprache kam. Oberbürgermeisterin Barbara Bosch richtete dabei deutliche Worte an die Landesregierung.

Volksfeststimmung im Schwörhof, dem Schulhof der Friedrich-List-Schule in Reutlingen. Giant Puppets stimmten am Sonntag-Vormittag auf den bestehenden Schwörtag ein.  Dann kam der kleine Festumzug von der Marienkirche im Schwörhof an. Die Reutlinger Stadtgarde betrat mit Oberbürgermeisterin Barbara Bosch die Bühne. Das Schwörtagszeremoniell konnte beginnen. Zunächst mit dem Trinkspruch.
 
Die Schülerinnen und Schüler vom Friedrich-List-Gymnasium meldeten sich mit einem eigenen musikalischen Beitrag zu Wort.  Und auch das Fahnenflaigen gehörte wie jedes Jahr zum Schwörtagszeremoniell. In ihrer Schwörtagsrede ging Oberbürgermeisterin Barbara Bosch auch auf aktuelle politische Themen ein – so beispielsweise auch auf den G 20-Gipfel in Hamburg.

"Wenn ein offensichtlich länderübergreifender Mob die Öffentlichkeit auf diese Weise terrorisiert, bin ich nicht bereit, dies als eine Form des politischen Protests zu akzeptieren", sagte Bosch. "Wer Sachen und Menschenleben gefährdet, der tritt nicht für Demokratie ein. "
 
Natürlich ging es in der Schwörtagsrede auch um Reutlinger Themen – und da insbesondere um die Luftreinhaltung. Auf diesem Gebiet, so Bosch, tue die Stadt alles, was ihr möglich sei. Dazu gehörten auch die beiden Pflanzenwände in der Lederstraße.  Das Gejammere auf Facebook über die beiden Wände sei für sie unverständlich. "Für mich ist  jedes vernünftige Mittel recht, welches hilft, dass die Luft zum Atmen besser wird", sagte Bosch.
 
Nächstes Thema: Die Gründung eines Stadtkreises. Hier sei eine Reaktion des Landes überfällig.  "Der Gemeinderat hat jetzt exakt vor drei Jahren mit Dreiviertelmehrheit den Antrag gestellt, vor zwei Jahren an das Land geschickt und seither kaum mehr was gehört, jedenfalls nichts habhaftes. " Das, so Bosch, sei empörend. Der Gemeinderat habe das Recht, einen solchen Antrag zu stellen, und die Stadt habe das Recht, dass sich der Landtag damit befasse. Das könne er aber nicht, da er bislang keine Vorlage auf dem Tisch hätte.  "Ich glaube, wir sind uns hier alle einig – ungeachtet der persönlichen Einstellung: Wenn ein solcher Antrag gestellt wird, dann muss er nach Recht und Gesetz abgearbeitet werden und kann nicht in einer Schublade versauern. Ich erwarte Antworten von Seiten des Landes.", sagte Bosch.
 
Die Schwörtagsrede endete wie jedes Jahr mit dem traditionellen Schwur.  Mit dem traditionellen Fahnenflaigen war der Schwörtag noch lange nicht beendet. Noch den ganzen Tag wurde im Schwörhof gefeiert – auch mit einem umfangreichen Nachmittagsprogramm bis fünfzehn Uhr.

(Zuletzt geändert: Montag, 17.07.17 - 16:25 Uhr   -   590 mal angesehen)
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