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Tübingen:

Zwei Revolutionen, eine Ausstellung - Das Stadtmuseum zeigt die Bewegungen von 1848 und 1968

Bürgerrechte, Wahlrechte und Pressefreiheit - das alles ist für uns heute in Deutschland selbstverständlich. Doch das war nicht immer so. Erst durch Bürger-Aufstände wurden diese Rechte nach und nach eingeführt. Die Märzrevolution von 1848 und die Studentenbewegung von 1968 waren zwei dieser großen deutschen Bewegungen. Zum 50-jährigen Jubiläum der 68er Revolution hat sich das Stadtmuseum Tübingen etwas Besonderes einfallen lassen.

Zwei Revolutionen - unterschiedliche Lebenswelten - aber ähnliche Forderungen. Die Ausstellung "Tübinger Revolten - 1848 und 1968" zieht den Vergleich. Typische Gegenstände, authentische Kleidung, aber auch Zeitzeugeninterviews entführen den Besucher in die Welt des Widerstands. Aber so verschiedenen die Umstände beider Revolten und die dazu gezeigten Objekte auch scheinen - so ging es doch jedes Mal um grundlegende Dinge, wie die Freiheit in der Gesellschaft und mehr Mitbestimmung.

Die Reichsgründung, so die Leiterin des Stadtmuseums Wiebke Ratzeburg, sei eine wichtige Forderung der 1848er Revolution, die 1871 erfüllt wurde. Damit seien dann auch Bürgerrechte und Wahlrechte gekommen. Damals ging dies noch mit erhobenen Sensen als Waffen vor sich. 120 Jahre später gestaltete sich der Aufstand weit weniger gewalttätig. Mit friedlichen Demonstrationen und Sit-ins forderten die Studenten mehr Mitbestimmung an den Hochschulen. Außerdem ginge es ihnen, so Ratzeburg, um eine Modernisierung der veralteten Gesellschaft und um bestimmte Gesetze der Bundesregierung.

Während die Revoluzer 1848 ihre Informationen und Forderungen noch über Zeitungen und Lieder verbreitet haben, seien 1968 Flugblätter das Haupt-Propagandamittel gewesen.

Auch die Frauen haben in beiden Revolutionen eine wichtige Rolle gespielt. Sie seien laut der Stadtmuseumsleiterin sowohl in der Märzrevolution, als auch in der Studentenbewegung noch nicht gleichberechtigt gewesen. Doch schon 1848 hätten die Frauen starke Forderungen gehabt und nach und nach dann auch fürs Wahlrecht gekämpft.

Wer gerne Revolutionsluft schnuppern möchte, kann das noch bis zum 3. Juni im Stadtmuseum Tübingen tun. Zeitzeugen haben sogar die Möglichkeit ihre Erfahrungen auf einer Schreibmaschine abzutippen und mit anderen zu teilen.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 21.03.18 - 16:53 Uhr   -   353 mal angesehen)
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