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Reutlingen:

Hoffentlich keine Fahrverbote - Der Luftreinhalteplan zeigt Wirkung

"Blöd mit der Warterei aber danach flutschts" so beschrieb Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch eine der Maßnahmen des Luftreinhalteplans den die Stadtverwaltung und das Regierungspräsidium erarbeitet haben. Falls der keine Wirkung zeigt, kommt es 2020 zu Fahrverboten.

Reutlingen sei eine attraktive Stadt. Vielleicht deshalb würden in der Stadt so viele Fahrzeuge fahren, die alle zur Umweltverschmutzung beitragen. Durch den Luftreinhalteplan hat die Achalmstadt, laut der Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und dem Regierungspräsidenten Klaus Tappeser, bereits die Grenzwerte für Feinstaub erreicht. Doch auch die Grenzwerte für Stickoxide müssen eingehalten werden.

Dafür sind noch einige Maßnahmen vorgesehen. Manche, wie zum Beispiel das LKW-Durchfahrtsverbot, sind bereits umgesetzt. Eine der umgesetzten Maßnahmen ärgert die Reutlinger Autofahrer im Moment besonders – nämlich die um 2/3 verkürzte Ampelphase beim Ortseingang von Tübingen kommend.

Es ginge vor allem um den Durchfahrtsverkehr, so Bosch. 70 Prozent der Stickoxidbelastung in der Stadt würden daher rühren. Das wichtigste Vorgehen sei somit Dieselfahrzeuge aus der Stadt herauszubekommen, solange sie nicht in die Stadt hinein müssten oder die Stadt ihr Ziel wäre. Deshalb gäbe es die Pfördnerampeln. Menschen würden nur daran gehindert werden, eine Umgehungsstraße zu nutzen, wenn ihnen die andere Durchfahrt unattraktiv gemacht würde.

Der Scheibengipfeltunnel trage ebenfalls zur Luftreinhaltung bei und solle deshalb mehr genutzt werden. Das wollen Bosch und Tappeser mit den Maßnahmen erreichen.

Der Tunnel diene dazu, dass Menschen die Waren transportieren, die nicht nach Reutlingen müssen, an Reutlingen vorbeifahren können. Er soll auch durch neuere und bessere Beschilderung weiter in das Bewusstsein der Autofahrer etabliert werden. Es sei also wichtig, dass alle Maßnahmen greifen und der Scheibengipfeltunnel viel befahren wird. Andernfalls könnten 25 Prozent der Menschen im Landkreis Reutlingen ihr Auto bald nicht mehr benutzen. Denn all diese Leute würden einen zu dreckigen Diesel besitzen und wären von Fahrverboten betroffen. Falls es soweit kommen sollte, bräuchte es eine blaue Plakette. Diese würde auch für Kameras erkennbar am Auto angebracht sein. Gäbe es diese nicht, müsste die Polizei jedes einzelne Fahrzeug anhalten, so Bosch. Es sei nicht auszumalen, welche Staus so entstehen würden.

Tappeser und Bosch sind der Meinung, dass durch den Luftreinhalteplan Fahrverbote vermieden würden. Der Plan greife besser als erhofft. Dennoch bleibt es abzuwarten, ob die Maßnahmen des Luftreinhalteplans ausreichen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 19.04.18 - 17:41 Uhr   -   824 mal angesehen)
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