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Gomadingen / Schwäbische Alb:

Prominente Exkursion ins Biosphärengebiet Schwäbische Alb

"Die schwäbische Alb zeigt dem Rest des Landes wie es geht" - ein Satz, der aus dem Mund des Staatssekretärs für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Andre Baumann, bei einem Besuch des Biosphärengebiets Schwäbische Alb am Donnerstag Morgen kam. Begeistert von den heimischen Wacholderheiden prüfte er, während einer Exkursion, inwiefern sich Ökologie, Ökonomie und Soziales in dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb verbinden lassen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird dieses Jahr 10 Jahre alt. Im Jahr 2009 wurde das Gebiet dann von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Der Begriff „Biosphärenreservat" bezeichnet das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie und Sozialem. Alle 10 Jahre prüft die UNESCO, ob dieses Zusammenspiel in den Biosphärengebieten noch gegeben ist.

Der Staatssekretär ist deshalb auch direkt vor Ort, um mit weiteren Teilnehmern, wie dem Tübinger Regierungspräsidenten Klaus Tappeser, die laufenden Projekte, wie zum Beispiel in Gomadingen, zu besichtigen.

Und nicht nur Andre Baumann ist froh über diesen schönen Termin außerhalb seines Büros: bei diesem Wetter und der Landschaft fühlen sich auch die anderen Exkursionsteilnehmer als könnten sie Bäume ausreißen.

Warum sie dieses Gefühl dann auch spontan in die Tat umsetzen, hat einen speziellen Grund.

„Wir haben jetzt gerade gemeinsam mit allen Exkursionsteilnehmern kleine aufwachsende Fichten und Kiefern ausgerissen. Das dient einfach dazu, dass die Wacholderheide, auf der wir uns hier befinden, nicht so schnell zuwächst. Wenn die Wacholderheide nicht gepflegt wird, wird sie sonst irgendwann zu Wald" erklärt uns Johanna Kulessa von der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets.

Normalerweise sei das die Aufgabe der Schäfer, die ihre Schafe auf den Wacholderheiden grasen lassen. Trotzdem müsse auf manchen Flächen auch mechanisch, also durch Menschenhand nachgeholfen werden.

Das Sozialprojekt „Der Weg ist das Ziel" arbeitet daher mit Einrichtungen wie dem Samariterstift Grafeneck, der Bruderhaus Diakonie und der „Arbeit in Selbsthilfe" des KBF's zusammen, die so in die Erlebniswelt des Biosphärengebiets integriert werden können.

Geplant seien dabei mehrere Aktivitäten wie zum Beispiel solche kleinen Landschaftspflegemaßnahmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen aber auch die Besonderheiten der Wacholderheiden kennen lernen und sie eben auch anfassen, riechen und schmecken können, so Kulessa.

Mit allen Sinnen erleben – das können alle Menschen auch auf den extra gestalteten Wanderpfaden der „hochgehberge."

Aber auch die Vermarktung der Produkte aus dem Biosphärengebiet soll zur Erhaltung beitragen. Denn wer bei seinem Einkauf auf Regionalität setzt, der unterstützt automatisch das rund 85 000 Hektar große Biosphärengebiet auf der mittleren Schwäbischen Alb.

Die erst kürzlich ins Leben gerufene Regionalmarke „Albgemacht" soll den Verbrauchern dabei helfen, schneller zu erkennen, welche Produkte aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb stammen und wer hinter diesen Produkten steht.

Außerdem wollen die Produzenten und Vermarkter mit dieser Marke nicht nur regionale Produkte anbieten, sondern gleichzeitig auch für die Erhaltung der schwäbischen Flora und Fauna sorgen, womit dann das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie gewährleistet wäre.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 21.06.18 - 16:54 Uhr   -   684 mal angesehen)
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