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Burg Hohenzollern:

"Dreieinigkeit" - Hohenzollerisches Landesmuseum zeigt Sonderausstellung

Hohenzollern mal drei - als Nachklang zum dreifachen Jubiläum im vergangenen Jahr - das gibt es jetzt im Hohenzollerischen Landesmuseum, kurz HZL, in Hechingen. Denn 1867 war nicht nur die Burg in ihrer heutigen Form fertiggestellt worden - im selben Jahr wurde auch das Fürstlich Hohenzollerische Museum in Sigmaringen eingeweiht und der Hohenzollerische Geschichtsverein hat sich gegründet. Quasi eine "Dreieinigkeit", die sich bereits im Namen "Hohenzollern" widerspiegelt. Denn dieser steht für Burg, Adelshaus und Land. Und all das ist auch in der gleichnamigen Sonderausstellung im HZL zu sehen.

Stolz und erhaben thront sie auf ihrem Berg und blickt in ihrer jetzigen Gestalt seit nunmehr 150 Jahren auf Hechingen und seine Umgebung herab: die Burg Hohenzollern. Ihr majestätischer Anblick ist vielen Menschen auch weit über die Region und die Grenzen von Land und Bund hinaus wohlbekannt.

„Man hat die Burg eben nach dem Verfall im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut, weil der damalige Kronprinz schon den Wunsch gehegt hatte, diese Burg, diese Stammburg der Familie wieder errichtet zu sehen. Kurzzeitig war, vor dem jetzigen Zustand, eine kleine Ruinenlandschaft entstanden - also richtig angelegt, man hat extra einen Aussichtsturm gebaut und andere Gebäude noch extra gesprengt, damit es auch wirklich wie eine Ruine aussah. Und da davor war eben die Burg lange Zeit dem Verfall preisgegeben. Man hat die Burg im 30-jährigen Krieg abermals genutzt, man hat dort die Verteidigungsanlagen, die Bastionen errichtet, um sich hauptsächlich gegen die feindlichen Gruppen der Württemberger und auch der Schweden zu wehren, was aber leider nicht der Fall war und nicht geglückt ist",so Museumsleiter David Hendel.

Nicht die einzige Niederlage, die die Hohenzollern im Laufe ihrer langen Herrschaftsgeschichte einstecken mussten – der angestrebte spanische Königsthron etwa blieb dem Erbprinzen Leopold seinerzeit verwehrt. Nichtsdestotrotz spielte das Adelsgeschlecht eine bedeutende Rolle, die sich weit über die nationale, bis in die europäische Geschichte erstreckte. Deutsche Könige und Kaiser sind aus dem Hause Hohenzollern hervorgegangen.

Während das Adelsgeschlecht – ebenso wie seine Stammburg – also weiterlebt, gehören die Hohenzollerischen Lande mittlerweile der Vergangenheit an. Sie erstreckten sich einst, ab Mitte des 19. Jahrhunderts, von Haigerloch über Hechingen und Gammertingen bis nach Sigmaringen – eingeklemmt zwischen Baden und Württemberg. 1973 dann, fielen sie der im Jahr zuvor beschlossenen Kreisreform zum Opfer.

„Aber das Bewusstsein, woher man kommt, oder in welchem ehemaligen Gebiet man jetzt heute lebt, das ist schon noch hier in der Region und darüber hinaus auch zu spüren und es erfüllt auch mit einem gewissen Stolz, dass man aus diesem ehemaligen hohenzollerischen Lande ursprünglich gekommen ist" so Hendel.

Die aktuelle Sonderausstellung im Hohenzollerischen Landesmuseum ermöglicht es dem Besucher also, die Geschichte der Hohenzollern in ihrer „Dreieinigkeit" – Burg, Adelsgeschlecht und Land – noch einmal „nachzuerleben" – und zwar anhand von

einmaligen Originaldokumenten, vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Geschichte live erleben – in Hechingen ist das noch bis zum 14. Oktober so einfach wie nie. Denn solange geht die Ausstellung, deren Besuch sich auch wunderbar mit dem Besuch eines Originalschauplatzes – der nahegelegenen Burg Hohenzollern – kombinieren lässt.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 14.08.18 - 16:57 Uhr   -   655 mal angesehen)
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