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Zollernalbkreis / Balingen:

Bundestagsabgeordneter Rosemann zum Ausbau der B27

Es ist ein wahrer Kampf - seit Jahrzehnten schon setzen sich die Menschen im Zollernalbkreis für den vierspurigen Ausbau der B27 ein. Erst im November protestierten Mitglieder der Bürgerinitiative Zollernalb, allen voran Sprecher Albert Sauter, für den zügigen Ausbau. Als "Bremser" definierten sie dabei auch die Stadt Tübingen. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann erklärte sich daraufhin in einem offenen Brief aber solidarisch mit dem Zollernalbkreis und der Bürgerinitiative. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, traf sich der Bundestagsabgeordnete am Montagabend mit der Bürgerinitiative in Balingen.

Der Sprecher der Bürgerinitiative, die jetzt Denkfabrik Zollernalb heißt, freute sich sehr über den Besuch des Bundestagsabgeordneten. Der Grund für das Treffen beruhte nämlich eigentlich auf einem Missverständnis, welches nun geklärt werden konnte.

So erklärte Albert Sauter, dass sich der Zollernalbkreis eben immer vernachlässigt – im Vergleich zu Tübingen oder Hechingen – gefühlt hätte. Es sei wohl eher ein Gefühl als reale Tatsachen.

Für dieses Gefühl hat Dr. Martin Rosemann Verständnis, auch wenn er es nicht mit Tatsachen untermauern könne – im Gegenteil.

„Ich kann nachvollziehen, dass der ZAK öfter mal das Gefühl hat, abgehängt zu sein. Der ZAK ist im starken Maße auf die B27 angewiesen. Tübingen ist ja vierspurig angebunden und Balingen eben noch nicht. Und das ärgert die Menschen natürlich. Aber der Eindruck, dass es Tübingen egal wäre ist einfach falsch," so Rosemann.

In Tübingen sei keiner gegen die Planung, die B27 an Tübingen vorbei durch den Schindhaubasistunnel zu führen. Im Gegenteil. Der geplante Tunnel solle auch Entlastung in die Südstadt bringen, so Rosemann.

Der Schindhaubasistunnel, sowie die zwei weiteren Teilabschnitte Nehren-Bodelshausen und Balingen-Dotternhausen, seien bereits im Vordringlichkeitsbedarf eingestuft und somit auch finanziert.

Das Geld sei also da, jetzt fehle es aber an Planungsingenieuren, um die langersehnte „Lebensader des Zollernalbkreises" - wie es die Beteiligten nennen – auch fertig zu planen.

„Leider liegen Planer nicht auf der Straße herum. Planungsingenieure kriegt man nicht so leicht. Aber das war halt ein Fehler, dass die schwarz-gelbe Regierung seiner Zeit Planungsstellen abgebaut hat, die man jetzt mühsam wieder aufbauen muss. Ich wünsche mir, dass da das Land aktiver wird" erklärt Rosemann.

Immerhin: die Teilstrecke Nehren-Bodelshausen sei schon fast fertig geplant und käme Anfang nächsten Jahres ins Planfeststellungsverfahren, erklärt Rosemann. Die Zusicherung hierfür hätte er direkt vom Regierungspräsidium.

Für Albert Sauter war das Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten trotzdem ein voller Erfolg. Das Tübingen und er Zollernalbkreis an einem Strang ziehen würde, sei schon mal eine Erleichterung.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 04.12.18 - 17:37 Uhr   -   392 mal angesehen)
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