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Zentralrat der Muslime:

Trumps Einreiseverbot für Muslime "Bruch mit zivilisatorischen Koordinaten"

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat das Einreiseverbot für Bürger aus bestimmten muslimischen Staaten in die USA scharf verurteilt. "Das ist ein Schlag in das Mark Amerikas und, wenn es tatsächlich umgesetzt wird, auch ein Bruch mit den zivilisatorischen Koordinaten und Geschichte, die einst USA so stark gemacht hat", sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek dem "Kölner Stadt-Anzeiger".
Donald Trump

"Demokratie, Freiheit und Menschenrechte sind die stärksten Waffen gegen den Terror. Wohingegen staatliche Willkür, Intoleranz und Rassismus Wasser auf den Mühlen aller Extremisten ist. Insbesondere der IS gräbt jetzt auf neuen vergifteten Nährboden, indem er sich scheinbar bestätigt sieht, dass sich die USA im Krieg gegen den Islam befindet."

"Das ist unheilverkündend", sagt die US-Philosophin Martha Nussbaum dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Es steht im Widerspruch zu unseren langjährigen Traditionen und ist verfassungswidrig", sagte die international ausgezeichnete Wissenschaftlerin, die an der Chicago University Recht und Ethik lehrt weiter. "Glücklicherweise hat ein Bundesrichter seine Durchsetzung, zumindest teilweise, blockiert."

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Einreisestopp für Personen aus sieben muslimischen Ländern scharf kritisiert. "Die muslimische Welt wird damit vom amerikanischen Präsidenten in Gut und Böse eingeteilt", sagte Asselborn dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Die Entscheidung ist auch schlecht für Europa, weil sie in der muslimischen Welt den Argwohn und den Hass gegenüber dem Westen noch verstärken wird", sagte Asselborn weiter.

Das Einreiseverbot von Muslimen aus bestimmten Ländern in die USA hat Besorgnis in der Wirtschaft ausgelöst. "Wenn die Entscheidungen darüber, wer wo arbeitet, nicht mehr von der betrieblichen Vernunft, sondern vom religiösen Bekenntnis oder der Staatsbürgerschaft bestimmt werden, wird das negative Auswirkungen auf unternehmerische Entscheidungen haben", sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Ulf Reichardt, dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Die regionale Wirtschaft sei in hohem Maße exportorientiert. Zahlreiche Unternehmen hätten Standorte in den USA oder seien als amerikanische Unternehmen hier in der Region vertreten "Besonders mit der Denkweise von global agierenden Unternehmen aus dem Silicon Valley, die auch hier in der Region agieren und wo ein starkes Interesse am Know-how-Austausch besteht, geht diese Politik nicht überein."

Donnerstag, 02. Februar 2017
22:47 Vertrauen der Deutschen in die USA sinkt auf das Niveau von Russland
Der Wechsel von Barack Obama zu Donald Trump wird von einem massiven Ansehenseinbruch der Vereinigten Staaten begleitet: 22 Prozent der Deutschen halten die USA noch für einen Partner für Deutschland, dem man vertrauen kann. Das ist ein Absturz von 37 Punkten im Vergleich zu der Befragung kurz vor der Wahl im November 2016 und zugleich der Rekordtiefstand im ARD-DeutschlandTrend. [Weiterlesen]
Montag, 30. Januar 2017
20:02 FDP-Politiker Kubicki fordert Einreiseverbot für Trump in Deutschland
Der schleswig-holsteinische Spitzenkandidat der FDP, Wolfgang Kubicki, hat ein Einreiseverbot für US-Präsident Donald Trump angeregt. "Vielleicht sollten wir sagen, wie beschließen jetzt einfach, Donald Trump nicht nach Deutschland einreisen zu lassen, wenn er als US-Präsident Folter anordnet - und dann möglicherweise in Deutschland festgenommen werden müsste" sagte Kubicki dem Kölner Stadt-Anzeiger. Donald Trump hatte per Dekret ein vorübergehendes Einreiseverbot für Bürger aus sieben muslimischen Staaten eingeführt. [Weiterlesen]
Sonntag, 29. Januar 2017
17:46 Trumps Einreiseverbot für Muslime "Bruch mit zivilisatorischen Koordinaten"
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat das Einreiseverbot für Bürger aus bestimmten muslimischen Staaten in die USA scharf verurteilt. "Das ist ein Schlag in das Mark Amerikas und, wenn es tatsächlich umgesetzt wird, auch ein Bruch mit den zivilisatorischen Koordinaten und Geschichte, die einst USA so stark gemacht hat", sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek dem "Kölner Stadt-Anzeiger". [Weiterlesen]

08:47 US-Gericht schränkt Präsident Trumps Anti-Muslim-Dekret ein: Muslimische Reisende dürfen nicht abgeschoben werden
29.01.2017. Ein US-Gericht hat das neue US-Einreise-Verbot für Bürger mehrerer muslimischer Staaten teilweise gestoppt: Betroffene Reisende, die sich bereits in der USA befinden, dürfen demnach nicht abgeschoben werden. Das entschied US-Distrikts-Richterin Ann Donnelly für den Staat New York. Mehrere US-Bundesstaaten schlossen sich mittlerweile dem Urteil an. Die US-Heimatschutzbehörde Homeland Security kündigte an, sich an das Urteil zu halten. US-Präsident Trump hatte zuvor in einem Dekret den Angehörigen von 7 muslimisch geprägten Staaten für die kommenden 90 Tagen die Einreise in die USA untersagt. [Weiterlesen]
Freitag, 27. Januar 2017
13:31 US-Präsident Trump plant Sicherheitszonen für Flüchtlinge - 11 Millionen Syrer auf der Flucht
27.01.2017. US-Präsident Trump plant die Einrichtung von Sicherheitszonen in Syrien. In ihnen sollen die Millionen Syrer, die aus den Kriegsgebieten geflohen sind, Schutz finden. Den Angaben zufolge sind 11 Millionen Syrer heimatlos; das ist etwa die Hälfte der syrischen Bevölkerung. [Weiterlesen]

07:50 Mehrheit der Bundesbürger hält Trump für inkompetent - Bewertung für viele aber noch zu früh
Seit vergangener Woche ist Donald Trump neuer US-Präsident. 62 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es noch zu früh ist, Donald Trump zu bewerten. 36 Prozent glauben, dass sie schon zum jetzigen Zeitpunkt Trump einschätzen können. Von den Menschen die sich schon jetzt zutrauen Donald Trump zu beurteilen, denken 87 Prozent, dass Trump nicht gut für Deutschland ist. Fünf Prozent sind anderer Meinung. Für inkompetent halten den neuen US-Präsidenten 80 Prozent der Bundesbürger, 15 Prozent finden den neuen Präsidenten kompetent, so der DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin. [Weiterlesen]
Dienstag, 24. Januar 2017
10:17 Vorsitzender des EU-Handelsausschusses: "Wir müssen jetzt mit China reden"
Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), hat dafür plädiert, neue Handelsallianzen einzugehen. Im rbb-Inforadio sagte er am Dienstag, es sei gerade jetzt wichtig, gute Abkommen mit anderen Staaten zu schließen. "Mit China werden wir sicher sprechen müssen, weil es versucht, in die Lücke der Vereinigten Staaten zu springen", sagte Lange. "Auch wenn China mitunter andere Praktiken hat." [Weiterlesen]
Freitag, 20. Januar 2017
21:12 Donald Trumps Antrittsrede als US-Präsident (Inaugural Address): In deutscher Übersetzung und im amerikanischen Original
20.01.2017. Kaum ein amerikanischer Präsident hat Amerika und die Welt schon vor seinem Amtsantritt so polarisiert, wie er: Heute wurde Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. Lesen Sie hier das komplette Manuskript seiner Antrittsrede: In der deutschen Übersetzung und im amerikanischen Original. [Weiterlesen]

18:05 Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt - Trump: "America first"; "Volk übernimmt wieder die Macht"
20.01.2017. Kurz nach 18 Uhr deutscher Zeit ist Donald Trump als neuer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt worden. In seiner Rede sagte Trump, die Macht werde nun dem Volk, den Bürgern und Arbeitern, zurück gegeben. Bislang sei die Macht oft von einer kleinen Gruppe von Menschen gehalten worden. Zudem seien Milliarden und Milliarden Dollar bisher durch das weltweite Engagement der USA in andere Staaten abgeflossen. Deswegen sei der Wohlstand in den USA gesunken. Das wolle Trump ändern. Es gebe für die Amerikaner nur zwei Regeln: Erstens: "Kauft Amerikanisch". Und zweitens: "Stellt Amerikaner ein". Lesen Sie unsere Zusammenfassung, sowie auch die Rede des neuen Amerikanischen Präsidenten in unserer Übersetzung und auch im Englischen Original. [Weiterlesen]
Donnerstag, 19. Januar 2017
19:42 Amtseinführung von Donald Trump - Mehrheit der Deutschen laut Umfrage skeptisch
An diesem Freitag wird Donald Trump in Washington als neuer Präsident der USA vereidigt. Selten war ein angehender Präsident der USA so umstritten: Wenn der Republikaner Donald Trump seinen Amtseid in Washington D.C. leistet, werden Anhänger wie Kritiker vor Ort sein. Neben der offiziellen Amtseinführung sind zahlreiche Protestveranstaltungen angekündigt. [Weiterlesen]

(Zuletzt geändert: Montag, 30.01.17 - 20:17 Uhr   -   1929 mal angesehen)
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