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Verfolgung:

Erzbischof von Erbil im Irak sieht Christen weiter bedroht - auch in Europa

Nach Überzeugung des Erzbischofs im irakischen Erbil, Bashar Warda, wird die Bedrohung und Verfolgung von Christen weitergehen, nicht nur im Irak und im Mittleren Osten, auch in Europa. Warda dankte für die weltweite Solidarität: "Ohne diese Hilfe hätten wir die vergangenen drei Jahre nicht überlebt. Keine Regierung hat uns geholfen, auch nicht die UN. Einzig unsere Schwestern und Brüder in Christus", sagte Warda am Wochenende in Rottenburg.
Erzbischof von Erbil

Warda war zu Gast bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Hauptabteilung Weltkirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und dankte dieser ebenfalls für ihre Unterstützung.

Gleichzeitig mahnte Erzbischof Warda eine kritische Haltung westlicher Nationen gegenüber Regierungen im Nahen Osten an: Der Westen schicke Millionen zur Unterstützung, frage aber nicht nach, wohin die Hilfe gehe und ob die Wahrung der Menschenrechte von diesen Regierungen eingehalten werde, so Warda. Er forderte Konsequenzen für Staaten, die Verletzungen von Menschenrechten zuließen. „Dies würde der bedrohten Kirche weit mehr helfen, als jede militärische Intervention".

Die aktuelle Situation der Christen im Irak sei trotz der Befreiung von der Besetzung durch den Islamischen Staat (IS) weiter unsicher. Machtkämpfe rivalisierender Milizen und die fast vollständige Zerstörung der Städte samt ihrer Infrastruktur machten eine Rückkehr in die Heimat schwierig, sagte Bashar Warda. Dennoch sei diese Rückkehr oberstes Ziel. Trotzdem der IS ihnen alles genommen hätte, eines hätte er nicht geschafft: „Sie haben uns niemals unseren Glauben genommen", sagte der Erzbischof. Im Gegenteil, der Glaube sei gewachsen, habe sie stark gemacht und habe Hoffnung gegeben, erzählte er. Vergangene Woche, so Warda, wurde in Erbil eine neue Kirche geweiht, die St. Peter und Paul-Kirche. 

(Zuletzt geändert: Sonntag, 02.07.17 - 15:01 Uhr   -   1571 mal angesehen)
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