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Risiko kennen:

Extremvariante einer allergischen Reaktion kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein

"Allergische Erkrankungen werden nach wie vor unterschätzt", mahnt Prof. Bodo Niggemann von der Charité Berlin. Insbesondere sei zu wenig bekannt - sowohl unter Laien als auch unter Ärzten - dass Allergien gravierende Folgen wie den allergischer Schock haben können, die im schlimmsten Fall lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktion. Darauf machen Verbände und Ärzte in einer Aktion aufmerksam, die auch einen Expertenchat im April beinhaltet.
Rettungswagen

Noch zu wenig bekannt - sowohl unter Laien als auch unter Ärzten - sei, dass Allergien gravierende Folgen wie die anaphylaktische Reaktion (allergischer Schock) haben können, meint Sabine Schnadt vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB). "Der anaphylaktische Schock ist die Extremvariante einer allergischen Reaktion - und die kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich ausfallen", so Prof. Dr. Ludger Klimek, Allergiezentrum Wiesbaden.

In Panik muss dennoch kein Allergiker geraten, denn es gibt mit dem vom Arzt verordneten Notfallset, dessen wichtigster Bestandteil ein Adrenalin-Autoinjektor ist, einen zuverlässigen Lebensretter für den Ernstfall.

Entscheidend sei es, so Schnadt, sich den Unterschied zwischen einer "normalen" allergischen Reaktion und einer Anaphylaxie klarzumachen.

  • Eine allergische Reaktion ist üblicherweise eine örtlich begrenzte Reaktion. Sie tritt dort auf, wo der Körper mit dem jeweiligen Allergen in Berührung kommt. Bei einer allergischen Reaktion auf Pollen kommt es deshalb zu tränenden Augen oder durch Einatmen zu den typischen Beschwerden wie Fließschnupfen, Niesen, Husten oder Atemnot.
  • Bei einer anaphylaktischen Reaktion hingegen zeigen sich zudem Symptome auch an Stellen im Körper, mit denen der Allergieauslöser nicht direkt in Berührung gekommen ist, z. B. Nesselausschlag am ganzen Körper, Schwindel, Bewusstseinseintrübung und Blutdruckabfall.

Wer Reaktionen wie diese, eventuell in abgeschwächter Form, bei sich schon einmal beobachtet hat, könnte ein erhöhtes Anaphylaxie-Risiko haben. Das können z. B. Personen mit einer Insektengiftallergie oder einer bestimmten Form der Nahrungsmittelallergie sein.

"Allergische Erkrankungen werden nach wie vor unterschätzt, obwohl zunehmend mehr Menschen betroffen sind. Positiv ist, dass es heute gute Therapiemöglichkeiten gibt, die Leiden verhindern können - und darüber müssen wir die Menschen informieren", beschreibt Prof. Dr. med. Bodo Niggemann, Charité Berlin, die Motivation hinter der Aufklärungs-Aktion.

Ob im Einzelfall tatsächlich ein erhöhtes Risiko vorliegt, kann nur ein Arzt, speziell ein Allergologe, beurteilen. "Stellt dieser ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche allergische Reaktionen fest, sollte dem Patienten ein Notfallset verordnet werden, das er ständig bei sich tragen muss. Übrigens - die Kosten für das Set werden uneingeschränkt von den Krankenkassen übernommen", so Niggemann.

Experten-Chat

Unter dem Motto "Kennen Sie Ihr Anaphylaxierisiko?" findet am 21. April 2017 von 16.45 bis 17.45 Uhr eine Online-Expertenfragestunde auf www.anaphylaxie-experten.de statt. Jeder User kann in diesem Zeitrahmen seine persönlichen Fragen zum Thema an die Experten stellen. Mit der Fragestunde startet das Expertenforum Anaphylaxie eine Aufklärungsaktion

(Zuletzt geändert: Montag, 13.03.17 - 09:30 Uhr   -   168 mal angesehen)
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