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Pflege in Not: ver.di schlägt Alarm

Dass der Pflegeberuf nicht als Traumberuf angesehen wird, weiß man schon lange. Auch, dass sich dringend etwas ändern muss, ist durchaus bekannt. Ver.di kümmert sich immer wieder um dieses Thema und startet auch wieder neue Aktionen, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Denn lange kann der Personalmangel nicht mehr kompensiert werden.

Das ganze System funktioniere nur noch, weil die Beschäftigten ausgepresst werden. Der Pflegeberuf ist so unattraktiv wie noch nie. Und das liegt nicht nur an der Bezahlung. Das Gefühl, etwas Gutes zu tun, kann bei dem Stress und Druck, der auf dem Klinikpersonal lastet, kaum noch aufkommen.

Überstunden, hohe Arbeitsverdichtung und zu viele Patienten pro Kopf führen dazu, dass junge Arbeitnehmer den Beruf schnell wieder hin schmeißen oder ihn nur noch in Teilzeit ausführen wollen. Der Betriebsratsvorsitzende der Zollern-Alb-Kliniken Frank Hipp erklärt, warum das ganze System bald nicht mehr funktionieren wird: "Zum einen isch es so, dass die Krankenhausbetriebe eigentlich nur noch funktionieren, weil das Personal so flexibel ist und weil es über Jahre hinweg die Sparmaßnahmen irgendwie kompensiert hat. Wir sind aber jetzt an einer Personalgrenze, wo wir absolut feststellen bei den Kollegen: die Bereitschaft einzuspringen ist nicht mehr da. "
 
Bundesweit fehlen rund 162 000 Stellen, davon 70 000 Pflegefachkräfte. Das zeigt, was die Angestellten im Moment kompensieren müssen. Die Politik hat zwar Änderungen versprochen, aber nicht für alle Bereiche und auch erst ab 2019.

Mit konkreten Aktionen wie dem „Händedesinfektions-Tag“ will Ver.di die Probleme im Einhalten von Vorschriften verdeutlichen. Dabei wird gezeigt, dass allein das korrekte Hände desinfizieren rund 1,5 bis 2 Stunden pro Tag in Anspruch nimmt. Diese Zeit fehlt dann woanders.

Auch Gelegenheiten wie der Landesparteitag der CDU in der Stadthalle Reutlingen am 09. September, werden genutzt, um auf Missstände hinzuweisen.  "Deswegen werden wir unter anderem jetzt auch am Wochenende noch mal am Landesparteitag der CDU der in Reutlingen stattfindet, die Demokratinnen und Demokraten der Christlich-Demokratischen Union daran erinnern, was es heißt, in einer Klinik zu arbeiten und in einer Klinik versorgt zu werden.
 
Am 19. September wird es in Tübingen zudem einen Demonstrationszug geben. Zusammen mit den Beschäftigten des UKTs wird es auf dem Holzmarkt im Anschluss eine Kundgebung geben.

(Zuletzt geändert: Freitag, 08.09.17 - 16:17 Uhr   -   677 mal angesehen)
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