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Reutlingen:

Situation an den Kreiskliniken

Bereits im Juli berichteten wir über die schlechte wirtschaftliche Entwicklung der Kreiskliniken Reutlingen. Und auch die Prognosen für die kommenden Jahre geben keinen Anlass, auf Besseres zu hoffen. Veränderungen und Umstrukturierungen müssen her, wenn die Kliniken auch weiterhin zukunftsfähig aufgestellt sein sollen. Zu Beginn der Woche erläuterten Landrat Thomas Reumann und Geschäftsführer Norbert Finke daher ihre nächsten Schritte in einer Pressekonferenz.

Soll weiterhin in den alten Strukturen gedacht werden oder macht es vielleicht doch Sinn, einen neuen Weg zu gehen? Diese Fragen beschäftigen nicht nur den Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen, Norbert Finke, sondern auch den Reutlinger Landrat Thomas Reumann. In rund einem Jahr scheidet die Geschäftsführung der Kreiskliniken Reutlingen altershalber aus – deshalb wolle man schon jetzt, gemeinsam, nach einer passenden Nachfolge suchen. Ob das wieder eine Einzelperson sein soll oder eine Art Team-Management wie es in anderen Städten bereits gehandhabt wird, ist noch nicht sicher. Eines aber schon: Man werde ausschließlich Partner suchen, die bereits ein kommunales Krankenhaus führen und leiten oder sich an der Leitung beteiligt haben.

Mit immer mehr Auflagen, die vom Bund, ohne Rücksicht auf Verluste, einfach durchgesetzt werden, haben es kleine Krankenhäuser heutzutage schwer. Über solche Festlegungen, Personalvorgaben usw. werde dann am Ende des Tages Krankenhausstrukturpolitik gemacht. Reutlingen steht mit dieser Entwicklung bundesweit nicht alleine da.

Nach einem finanziellen Tief im Jahr 2013 hatte die Klinik Maßnahmen entwickelt, um die Schulden abzubauen – und die hatten gegriffen: Bis 2016 war man von rund 9,4 Millionen Euro Schulden auf 2,1 Millionen Euro gekommen. Die schwarze Null war für das Jahr 2018 anvisiert – doch 2017 machte den Betreibern einen Strich durch die Rechnung. Auch das aktuelle, sowie das kommende Jahr, verspricht nicht besser zu werden. Nun müssen weitere Maßnahmen zur Kosteneinsparung vorgenommen werden – unter anderem soll die Unfall-Chirurgie in Bad Urach bis Ende des Jahres geschlossen werden. Der Aufsichtsrat habe laut Landrat Reumann viele Sitzungen gehabt, sich viele Gedanken gemacht und ein Maßnahmenpaket beschlossen. "Ein Teil des Maßnahmepaktes ist eine sehr sehr schmerzliche Entscheidung. Wir haben uns 2016 auf den Weg gemacht. Nachdem die Allgemein-Chirurgie in der Ermstalklinik geschlossen wurde, haben wir den leitenden Arzt ausgeschrieben, wir haben die Personalstellen besetzt und wir müssen heute feststellen, dass im Bereich der Unfall-Chirurgie die Erwartungen nicht erfüllt worden sind, was dazu führt, dass wir einen erheblichen Fehlbetrag haben."

Als Ausgleich für die Schließung wird eine Facharzt-Praxis eingerichtet, die für Hilfeleistungen zur Verfügung steht. Wie auch immer es weitergehen wird, ob mit neuer Einzelgeschäftsführung oder einem Team-Management – eines ist sicher: an Personal und Qualität soll auch weiterhin nicht gespart werden.

(Zuletzt geändert: Samstag, 27.10.18 - 13:54 Uhr   -   953 mal angesehen)
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