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Verschwendung:

Bis heute wurden alle Lebensmittel statistisch gesehen für den Müll produziert

Bis heute sind die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel statistisch gesehen auf dem Müll gelandet: Erst ab dem 2. Mai verwerten und nutzen wir sie. Mit dem "Tag der Lebensmittelverschwendung" will die Naturschutzorganisation WWF symbolisch verdeutlichen, dass wir in der Bundesrepublik fast ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von Lebensmitteln ungenutzt verschwenden. Das ist auch eine unnötige Umweltbelastung.
Biogemüse

Einer WWF-Analyse zufolge entsprechen die weggeworfenen Lebensmittel einem Volumen allein in Deutschland von jährlich rund 18 Mio. Tonnen.

"Umgerechnet sind alle Nahrungsmittel, die wir in den ersten vier Monaten von 2018 produziert haben, auf dem Müll gelandet", sagt Tanja Dräger de Teran, WWF-Referentin für Landwirtschaft. Da sich die Bundesregierung aber lautstark zu dem Ziel bekenne, die Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren, müsste der symbolische "Tag der Lebensmittelverschwendung" damit eigentlich jedes Jahr um mehrere Kalendertage nach vorne rutschen. Doch das ist nicht der Fall, so die Kritik: "Seitens der Bundespolitik hat es in der Vergangenheit viele Ankündigungen gegeben. Aber bis heute fehlt es an einer fundierten Erfassung der Lebensmittelverluste. Damit ist es auch nicht möglich nachzuweisen, ob überhaupt und was konkret erreicht worden ist. Wir brauchen endlich eine abgestimmte nationale Strategie zur Verminderung von Lebensmittelverlusten, die klare und verbindliche Zielvorgaben vom Produzenten über die Lebensmittelindustrie bis hin zum Handel und der Gastronomie erarbeitet."

Laut WWF werden jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder zu wegzuwerfen. Hinzukommen unnötig freigesetzte Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Mio. Tonnen. Bereits heute könnt wir auch ohne den Einsatz neuer Technologien 10 der 18 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste vermeiden - etwa durch ein verbessertes Management entlang der Wertschöpfungskette, nachhaltigere Marketingstrategien und veränderte Konsumgewohnheiten. "Eine Ende der Lebensmittelverluste, ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz", so Dräger de Teran.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 01.05.18 - 10:21 Uhr   -   536 mal angesehen)
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