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Wohlstand nicht auf Kosten anderer - traditioneller Bürgerempfang im Landkreis Reutlingen

Traditionell am 3. Oktober lädt der Landkreis Reutlingen seine Einwohner zum Empfang - so auch heute wieder. Das Motto, zu dem die Gäste dieses Jahr für einen regen Austausch eingeladen waren, lautete "Nachhaltigkeit". Passend dazu gestaltete sich natürlich auch das Rahmenprogramm des Einwohnerempfangs mit einer Ausstellung und einem Impulsvortrag von Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer.

Nicht nur auch, sondern gerade am Tag der deutschen Einheit ist das Thema „Nachhaltigkeit" ein wichtiges Thema, so sagte der CDU-Politiker und ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer bei seinem Vortrag in Münsingen – in einer Welt, die immer stärker gekennzeichnet sei durch Spannungen, durch Risiken, durch Probleme, durch die Tatsache, dass Menschen aus ihrer Heimat flüchten müssen, weil sie kriegerischem Druck und Unmenschlichkeiten ausgesetzt sind. "Wie kriegen wir diese Herausforderung in Deutschland in Einklang mit der Erhaltung von Vielfalt, mit der Erhaltung von Freiheit in Vielfalt?"

Wenn sich Landrat Thomas Reumann anschaue, was in Chemnitz aber auch in anderen Orten passiere, dann gehört für ihn zur Nachhaltigkeit auch, "dass wir ganz klar Farbe bekennen, dass wir klar sagen 'wenn die Sprache verrutscht, dann verrutscht auch das Denken'. Und das dürfen wir nicht zulassen."

Auch unabhängig von diesem Feiertag ist Nachhaltigkeit aktueller denn je. Es könne nicht sein, so Töpfer, dass die Kosten unseres heutigen Wohlstandes auf andere, sprich auf zukünftige Generationen abgewälzt würden.

Der Landkreis Reutlingen geht hier laut Landrat Thomas Reumann mit gutem Beispiel voran, beispielsweise mit vielen Projekten zum Thema Naturschutz, oder der Klimaschutzagentur. "Und jetzt sind wir der einzige Landkreis, der ein Nachhaltigkeitsdezernat hat, der ein Kreisamt für nachhaltige Entwicklung hat und das ist für uns nicht irgendein Türschild oder ein Bäpper, sondern das ist für uns gelebte Nachhaltigkeit. Und ich glaube, da sind wir ganz gut unterwegs."

Aus Sicht des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer sollte die heutige Bundesregierung aber mehr für das Thema Nachhaltigkeit tun: "Wir können uns nicht Ziele stellen, zum Beispiel in der Verminderung der Klimastoffe, und dann, wenn das Jahr 2020 herankommt, sagen 'haben wir halt nicht erreicht'." Das sei kein Kavaliersdelikt. "Wenn wir es nicht machen können, mit hohem Wohlstand, mit all den Möglichkeiten, die wir in diesem Land in Technik haben – wer soll es denn dann machen?"

Auf schwäbisch-humoristische Weise ging der Reutlinger Comedian Dominik Kuhn alias Dodokay das Thema an. Besonders widmete er sich natürlich den Schwaben mit ihren Eigenarten.

Wir Schwaben sind ja komische Typen, wir gelten in der Bundesrepublik bissle als die Seltsamen. Wir schwätzen so komisch. Wir sind starrsinnig, uns kann man nichts erzählen – auch nicht über Nachhaltigkeit. [...] Ich habe mal festgestellt, der Schwabe schwätzt immer vom Sikomatik und vom gelben Sack. Ich komme ja aus Reutlingen. Und wir stellen immer ganz stolz den gelben Sack raus, alle vier Wochen – wenn man welche kriegt. Bei uns laufen immer Dealer rum: „Hey, brauchst 'nen gelben Sack?"

Zum Schluss verdeutlichte Dodokay anhand eines synchronisierten James Bond-Ausschnitts, wie jeder einzelne einfach etwas zum Thema Nachhaltigkeit beitragen kann.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 03.10.18 - 17:10 Uhr   -   953 mal angesehen)
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