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Weltweite Nachfrage steigt:

Verkaufspreise für Smartphones steigen auf Rekordhöhe

Weltweit wurden im dritten Quartal 367 Millionen Smartphones verkauft. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu allen von GfK erfassten dritten Quartalen war dieser Zeitraum trotz geringeren Wachstums der mit der höchsten absoluten Nachfrage. Und die Preise klettern: Der durchschnittliche nicht subventionierte Verkaufspreis stieg im dritten Quartal weiter an, und zwar um einen Rekordwert von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, erklärt: "Die Absatzzahlen für Smartphones sind zwar in einigen Regionen gesunken. Gleichzeitig führte der Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises aber zu einer Wertsteigerung des Smartphone-Marktes. Das sind gute Nachrichten für Hersteller, besonders in Regionen wie Westeuropa, wo die Marktsättigung zu geringeren Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr geführt hat. Die Branche legt den Schwerpunkt nun auf den Absatz von Premiumgeräten. Weltweit führende Marken wie Apple, Google, HTC, Huawei, LG, Moto, Nokia, Samsung und Sony haben bereits Premium-Modelle im Angebot oder bringen sie in Kürze auf den Markt, damit ihre Kunden auf diese Flagship-Geräte aufrüsten. Gleichzeitig legen Kunden immer mehr Wert auf Premiumausstattung und -funktionen. Bei Produktneuheiten werden Themen wie Wasser- und Staubschutz, erhöhte Batterieleistung und Speicher, hochauflösende Ton-, Kamera- und Videokapazität, rahmenloses Design und neuartige biometrische Sensoren eine wichtige Rolle spielen."

Westeuropa: Umsatzsteigerung trotz Marktsättigung

In Westeuropa lag die Nachfrage nach Smartphones im dritten Quartal 2017 bei insgesamt 30,9 Millionen Geräten. Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kombination aus zwei Faktoren führte bereits im vierten Quartal in Folge zu einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr: ein gesättigter Markt und die verspätete Markteinführung des iPhone X. Die Nachfrage in Deutschland wird 2017 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um sieben Prozent sinken und sowohl in Großbritannien als auch in Frankreich wird ein Rückgang um acht Prozent erwartet. Der Umsatz in der Region stieg jedoch gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent an. Das wiederum lag an einem um elf Prozent höheren durchschnittlichen Verkaufspreises. GfK erhöht für diese Region deshalb seine Umsatzprognose für 2017 um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verschiebung hin zu Highend-Geräten zeichnet sich in Westeuropa als klarer Trend ab: Eins von acht im dritten Quartal 2017 verkauften Smartphones kostete über 900 US-Dollar, im Vergleich zu nur einem von 16 Geräten im Vorjahreszeitraum.

Mittel- und Osteuropa: Umsatzsteigerung um 26 Prozent

Die Nachfrage nach Smartphones erholt sich in Mittel- und Osteuropa weiter, mit einem Anstieg um neun Prozent im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt 22,3 Millionen Geräte. Der Umsatz stieg mit 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr wesentlich stärker an. Grund dafür ist die Verbrauchernachfrage nach teureren Geräten. Die höhere Nachfrage in der Region im dritten Quartal 2017 liegt vor allem am starken Wachstum in Russland (Anstieg um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und der Ukraine (Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Auch hier ist die Prognose für das Gesamtjahr positiv. Für 2017 wird ein Anstieg der Nachfrage um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 85,2 Millionen erwartet.

Nordamerika: Leichter Rückgang im dritten Quartal, aber positive Prognose für das Jahresende

In Nordamerika, lag die Nachfrage nach Smartphones im dritten Quartal bei insgesamt 49,3 Millionen Geräten - ein Prozent unter Vorjahr. Nach Wachstum im zweiten Quartal ist der Markt nun wieder rückläufig. Die Prognose für das vierte Quartal ist jedoch positiv, da wichtige Produkteinführungen für dieses Quartal angekündigt wurden. GfK prognostiziert eine Smartphone-Nachfrage von insgesamt 201 Millionen Geräten für 2017. Das entspricht einem Anstieg von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Lateinamerika: Umsatz in Brasilien verbessert das Ergebnis der Region

In Lateinamerika erreichte die Nachfrage im dritten Quartal 27,8 Millionen Geräte, ein Anstieg von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treibende Kraft für diese starke regionale Entwicklung ist nach wie vor die Nachfrage in Brasilien. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent. GfK erhöhte seine Wachstumsprognose für Lateinamerika für 2017 auf neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nahost und Afrika: Wieder Wachstum in Ägypten

Die Nachfrage nach Smartphones lag bei insgesamt 45,2 Millionen Geräten in Nahost und Afrika, acht Prozent über Vorjahr. Grund für diese Entwicklung war eine unerwartet schnelle Erholung des Marktes in Ägypten, wo die Nachfrage im Juli 2017 zum ersten Mal seit November 2016 anstieg. Insgesamt prognostiziert GfK für das Gesamtjahr 2017 einen Anstieg der Smartphone-Nachfrage um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Treibende Kraft sind die Länder in der Sub-Sahara-Region und Südafrika, wo die Verbreitung von Smartphones weiterhin relativ gering ist.

China: Nachfrage nach Geräten höher, weiterer Preisanstieg mit der Einführung neuer Modelle erwartet

In China war der Smartphone-Umsatz im dritten Quartal 2017 um 20 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Dieses Wachstum war einer Steigerung des durchschnittlichen Verkaufspreises von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verdanken. Gleichzeitig nahm die Nachfrage um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erreichte 117 Millionen Geräte. Produkteinführungen von wichtigen einheimischen Marken, die auf das dritte Quartal verschoben wurden, trugen zur positiven Leistung in diesem Zeitraum bei. Insgesamt wird eine Nachfrage nach Smartphones in China im Jahr 2017 von insgesamt 464 Millionen Geräten erwartet, ein Wachstum von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Bezug auf den Wert in US-Dollar prognostiziert GfK einen Anstieg von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Industrieländer Asien*: Sinkende Nachfrage in Südkorea weiterhin problematisch Die Nachfrage nach Smartphones in der Region erreichte im dritten Quartal 16,4 Millionen Geräte. Das ist ein Rückgang von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders schwer wiegt dabei der Nachfragerückgang in Südkorea von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage in Japan stieg um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr und verzeichnet damit moderates Wachstum gegenüber dem vorigen Quartal. Die Prognose von GfK für 2017 wurde auf minus vier Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert, mit einer Nachfrage nach Smartphones von insgesamt 70,1 Millionen Geräten.

Schwellenländer Asien*: Weiterhin stärkstes Wachstum aller Regionen erwartet

In den Schwellenländern in Asien stieg der Smartphone-Umsatz im dritten Quartal um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage wuchs um fünf Prozent und erreichte 57,7 Millionen Geräte. Der Anstieg der Nachfrage in Indien und Indonesien pendelte sich im dritten Quartal auf ein moderates Niveau von drei bzw. fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Die Nachfrage in Malaysia stieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies bedeutet Wachstum in sechs aufeinanderfolgenden Quartalen. Auch Bangladesch verzeichnete eine starke Nachfrage im dritten Quartal mit einem Wachstum von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. GfK prognostiziert für die asiatischen Schwellenländer eine Smartphone-Nachfrage von insgesamt 238 Millionen Geräten im Jahr 2017 (ein Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr). Damit ist der Zuwachs in dieser Region weltweit am größten. 

(Zuletzt geändert: Dienstag, 24.10.17 - 08:07 Uhr   -   523 mal angesehen)
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