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Weltweite Reisewarnung wird Mitte Juni aufgehoben - "Keine Reiseeinladung"

Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wird zum 15. Juni aufgehoben - zumindest für die meisten europäischen Staaten. Außenminister Maas mahnt aber, das nicht falsch zu verstehen.
Landung

Für die meisten Staaten in Europa gelten ab Mitte Juni laut Außenminister Heiko Maas wieder individuelle Reisehinweise. Daraus könnten aber auch wieder Reisewarnungen werden, wenn es die Situation erfordert.

Über die Reisewarnungen für andere Staaten auf der Welt wird später entschieden. Das Auswärtige Amt hatte die weltweite Reisewarnung für touristische Reisen am 17. März wegen der Coronapandemie ausgesprochen. Das sollte auch dem Risiko vorbeugen, dass Deutsche wegen Flugausfällen im Ausland stranden.

Maas betonte, dass es nicht noch einmal eine Rückholaktion des Staates geben werde. Daher sei die Aufhebung der Reisewarnung nicht als "Reiseeinladung" zu verstehen. Beispielhaft erwähnte er Großbritannien, das nach der Einreise eine Quarantäne verlangt.

Tourismusbranche begrüßt Aufhebung der Reisewarnung

„Das ist ein richtiger und ganz wichtiger Schritt für die Reisenden und natürlich die Reisewirtschaft mit ihren hunderttausenden Beschäftigten", kommentiert der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Norbert Fiebig, die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts, die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes zum 15 Juni durch länderspezifische Reisehinweise für viele Länder in Europa zu ersetzen. „Damit gibt es jetzt wieder ein Stück Planungssicherheit und der Motor für die Wiederaufnahme des Reisens kann anlaufen, denn auch der Neustart braucht eine gewisse Vorbereitungszeit", ergänzt Fiebig. Natürlich habe Gesundheit oberste Priorität – das sei selbstverständlich. Die Aufhebung der generellen Reisewarnung sei in jedem Fall ein Lichtblick für die Unternehmen in der Touristik, "die seit Monaten keine Einnahmen haben und für Nullkommanull Euro arbeiten".

Seit dem 17. März gilt für alle Auslandsreisen eine Reisewarnung, so dass Reiseveranstalter gezwungen sind, sämtliche Urlaubsreisen außerhalb Deutschlands abzusagen. Da 70 Prozent aller über 71 Millionen Reisen der Deutschen ins Ausland führen, trifft die weltweite Reisewarnung die gesamte Reisewirtschaft – Reisebüros und Reiseveranstalter genauso wie etwa Mietwagenanbieter, Kreuzfahrtgesellschaften, Buchungssystemanbieter, Reiseversicherungen, Flughäfen und alle anderen an der Reisekette beteiligten Unternehmen und touristischen Dienstleister.

(Mittwoch, 03.06.20 - 12:49 Uhr   -   1211 mal angesehen)