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RTF.1 - Tarifkonflikt: Streik des Sicherheitspersonals führt zu Flugausfällen am Flughafen Stuttgart
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Tarifkonflikt:

Streik des Sicherheitspersonals führt zu Flugausfällen am Flughafen Stuttgart

Am Flughafen Stuttgart streikt heute das Sicherheitspersonal. Die Folge sind Flugausfälle und lange Wartezeiten an den Kontrollen. Der Flughafen empfiehlt Fluggästen, unbedingt mehr Zeit einzuplanen und wenig Handgepäck mitzunehmen. Seit drei Uhr streiken die Mitarbeiter der Passagier- und Frachtkontrolle. Die Gegenseite erklärt, der Streik sei "überzogen".
Flughafen Stuttgart

Flugreisende sollten frühzeitig am Flughafen sein, so der Ratschlag. Vor der Anreise sollte man den Flugstatus prüfen und wenn möglich, wenig Handgepäck mitnehmen.

Verdi hat die Beschäftigten des Sicherheitspersonals am Flughafen in Stuttgart für Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Auch in Düsseldorf und Köln-Bonn wird gestreikt. Die Streiks werden in Stuttgart mit der ersten Frühschicht gegen drei Uhr aufgenommen. Wie schon am Montag in Berlin ist auch an diesen Standorten mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen.

Damit erhöht ver.di den Druck auf den Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), der auf die Warnstreiks in Berlin-Tegel und Schönefeld am Montag nicht reagiert und noch immer kein verhandlungsfähiges Angebot avisiert habe.

Der BDLS dagegen hält den ganztägigen Streik zu diesem Zeitpunkt der Verhandlungen für - so wörtlich - absurd. "Und um dem Ganzen einen obendrauf zu setzen, weigert sich der ver.di Bundesvorstand mit uns dringend erforderliche Rahmen-Notdienstvereinbarung abzuschließen und droht mit einer weiteren Verschärfung der Situation, sollte Personal aus anderen Standorten zur Hilfe heran gezogen werden", so der BDLS Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser. Außerdem halte sich die Gewerkschaft nicht an Zusagen, die vorab gemacht wurden. „Uns wurde versichert, dass zunächst lediglich bis zu 4 Stunden gestreikt werde und nun legt man noch vor dem anstehenden Verhandlungstermin ganztätig die Arbeit nieder", so Friebertshäuser. Mit Sozialpartnerschaft habe dieses Verhalten mittlerweile rein gar nichts mehr zu tun.

Die Tarifverhandlungen werden auf Wunsch der Gewerkschaft erst am 23. Januar in Berlin fortgesetzt. „Wir bedauern es sehr, dass sich die Verhandlungen so weit hinaus zögern", so Friebertshäuser. Das aktuelle Angebot liege bei bis zu 6,4 Prozent mehr Lohn pro Jahr – das sei definitiv verhandlungsfähig. Zudem habe der Verband bereits bei der letzten Verhandlung signalisiert, dass man zu einer weiteren Erhöhung bereit sei. 

In Stuttgart streiken die Beschäftigten der FraSec Fraport Security GmbH, zuständig für die Passagierkontrollen und der Firma Securitas Aviation Service GmbH, zuständig für die Personal-, Waren- und Frachtkontrolle, zum Streik aufgerufen. 

Eva Schmidt, zuständige ver.di Landesfachbereichsleiterin: „Mehr als 700.000 Passagiere Zuwachs in 2018 haben dem Flughafen Stuttgart über zehn Millionen Euro Gewinn und den Sicherheitskräften erheblich mehr Kontrollen beschert. Diesen Job machen sie trotz der ständig steigenden Belastung so gut, dass der Flughafen sogar mit der hohen Kundenzufriedenheit wegen der relativ kurzen Wartezeit bei den Sicherheitskontrollen für sich wirbt. Die gute Arbeit der Beschäftigten am Flughafen gehört gut bezahlt."

Die Streiks stehen im Zusammenhang mit bislang vier erfolglosen bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen dem BDLS und ver.di. Die Arbeitgeber hätten in der letzten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 ihr Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnanpassung für ostdeutsche Bundesländer soll erst nach fünf Jahren beendet sein. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent.

„Auf dieser Grundlage ist ein Tarifkompromiss nicht möglich", betont ver.di-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. „Die Beschäftigten der Luftsicherheitsunternehmen müssen für ihre schwere und verantwortungsvolle Aufgabe eine deutlich höhere Entlohnung erhalten."

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 10.01.19 - 05:52 Uhr   -   501 mal angesehen)
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