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Tübingen :

Neujahrsempfang der Stadt Tübingen

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Universitätsstadt Tübingen hat Oberbürgermeister Boris Palmer am Freitag seine Neujahrsansprache gehalten. Außerdem verlieh das Stadtoberhaupt die Hölderlin- und Uhland-Plakette. Zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Tübingen und Durham spielten auch fünf Bläser der Riverside-Band des Nationalen Verbands der Lehrerinnen aus der County Durham.

Beschwingt und heiter ging es beim diesjährigen Neujahrsempfang zu. Nicht nur Dank der fünf Musiker herrschte eine gute Atmosphäre im Saal, sondern auch die aktuellen Zahlen, die Oberbürgermeister Boris Palmer präsentierte. So konnten die gut 900 Gäste erfahren, dass seit 1990 in den Bereichen Wirtschaft und Bevölkerung die Zahlen nach oben gingen ohne gleichzeitig massiv das Klima zu schädigen. Hier die aktuellen Zahlen: Die Bevölkerung ist gegenüber 1990 um zehn Prozent gestiegen, was einen Zuwachs in absoluten Zahlen von 8.000 Menschen bedeutet. Im gleichen Zeitraum stiegen die Arbeitsplätze um 25 Prozent, was einen Anstieg von rund 10.000 ausmacht. Auch der Stadtkämmerer kann sich freuen, denn die Gewerbesteuern sind drei Mal so hoch wie 1990 – sie betrugen im Jahre 2018 53 Millionen Euro. Der CO2-Ausstoss pro Kopf ist heute um 32 Prozent gesunken.

Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer: "Ich habe auch den Eindruck im letzten Jahr, dass die Menschen nicht glücklich sind über das Wachstum in der Stadt, weil sie sich fragen, wie kann ich mir noch eine Wohnung leisten, wie sieht es mit dem Verkehr aus. Ich habe versucht aufzuzeigen, dass wir auf Wachstum von Wirtschaft und Steuereinnahmen nicht verzichten können. Aber wir können es bremsen und steuern, dass ist das Bild, was ich versucht habe zu malen."

In seiner Rede versuchte Boris Palmer auf die Kritiker zu zugehen. Er nennt es „begrenztes blaues Wachstum". Denn nur mit einem gesunden Wachstum kann sich die Stadt die Sozialleistungen für die Bürger auch weiterhin leisten.

Beim Neujahrsempfang wird selbstverständlich nicht nur in die Vergangenheit zurückgeblickt, sondern auch nach vorne. Die Universitätsstadt hat in diesem Jahr einiges vor.

Das Geld in der Stadtkasse erlaubt uns zum ersten Mal drei große Projekte gleichzeitig neben den alltäglichen Dingen wie Schulen oder Kindergärten zu bauen, so Oberbürgermeister Palmer. Die eben genannten Themen sowie weitere Positionen debattierten die Bürger ausgiebig und sehr heftig. Die Art der teilweise geführten Debattenkultur habe nach Palmers Meinung zu einer Schwächung des „Wir-Gefühls" zur Folge gehabt.

In diesem Zusammenhang ehrte der Oberbürgermeister an diesem Abend drei Bürgerinnen für ihr soziales und gemeinschaftschaffendes Engagement. Gabriele Merkle von der Begegnungsstätte für Ältere „Hirsch", Beate Dörr vom Bildungszentrum und Archiv für Frauengeschichte und Christa Hagmeyer vom „Lernen im Tandem".

Und was erwartet der Tübinger Oberbürgermeister für das Jahr 2019?

"Ich hoffe, dass wir ein verträgliches Wachstum schaffen. Und ich bin der Überzeugung, dass wir eine Diskussion und viele Leserbriefe zu den Themen Konzertsaal, Uhlandbad haben werden", Palmer.

Man darf also gespannt sein, ob die Bürgerschaft ein heiteres Jahr 2019 erleben wird und so beschwingt sein kann wie das Publikum an diesem Abend.

(Zuletzt geändert: Samstag, 19.01.19 - 17:09 Uhr   -   512 mal angesehen)
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