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Friedensnobelpreisträger Dénis Mukwege zu Gast in Tübingen

Dénis Mukwege versucht den Frauen die zu ihm in sein Krankenhaus im Kongo kommen zu helfen, so gut er kann. Er ist als Gynäkologe im Einsatz und hilft Frauen, die Opfer von grausamster sexueller Gewalt geworden sind. In seinem Krankenhaus hat er bereits 50.000 Opfer von sexueller Gewalt behandelt. 2018 hat er für seinen Einsatz den Freidensnobelpreis bekommen, jetzt war er in Tübingen zu Besuch und hielt unter anderem einen Vortrag am Kupferbau.

Der Kongo und seine Probleme sind gar nicht so weit weg – ein großer Teil des Coltans, das besipielsweise für die Herstellung von Elektroautos in den deutschen Fabriken benötigt wird, kommt aus dem afrikanischen Land. Hier trage auch die Bundesrepublik Deutschland eine gewisse Verantwortung, erklärte Friedensnobelpreisträger Dénis Mukwege.

Er war in den Kupferbau der Universität Tübingen gekommen, um die Bürger über die Probleme in seinem Land aufzuklären. Seit Jahren kämpfen Milizen und Soldaten im Kongo darum, die Kontrolle über die Bodenschätze zu erlangen. Bei diesen Auseinandersetzungen würde Vergewaltigung als systematische Kriegswaffe eingesetzt werden. Dénis Mukwege, der eben die Opfer dieser Gräultaten behandelt, möchte erreichen, dass die Weltgemeinschaft einschreitet.

Der Gynekologe wünscht sich  gerechte Arbeitsbedingungen für die Menschen,die  die Bodenschätze im Kongo abbauen. Das bedeutet menschenwürdige Arbeitsbedingungen aber auch ökologisch verträgliche Arbeit. Laut Mukwege könne auch Tübingen etwas dazu beitragen, indem man eine Bewegung in diese Richtung von ferne unterstütze.

Saubere Autos zu bauen, ist auch in den Augen des Freidensnobelpreisträgers von immenser Wichtigkeit. Dennoch dürfe der Preis dafür nicht die aktuell geschehende unfassbare Verletzung der Menschenwürde sein.

Gisela Schneider ist Direktorin des Deutschen Institutes für Ärztliche Missionen in Tübingen. Sie steht im engen Austausch mit Mukwege und begleitete ihn auch ins Rathaus der Universitätsstadt. Hier trug er sich in das goldene Buch der Stadt ein und zeigte sich erfreut über die Gespräche.  Die Difäm- Direktorin bewertet den Besuch von Mediziener Mukwege als sehr wichtig. Das Anliegen den den Kongo zu befrieden sein nur möglich, wenn international, sowohl von Wirtschaft, als auch von Politik andere Entschiedungen getroffen würden, damit Rohstoffe im Kongo sicher und fair gewonnen werden können, so Schneider. Sie fuhr fort, dass dies die einzige Möglichkeit sei, wie dich ein Land neu entwickeln und wieder auf die Beine kommen könne.Wieder auf die Beine kommen – genau das ist es, was Mukwege für sein Land erreichen will. Dafür bereist er die Welt und wirbt um Unterstützung.

Wenn er im eigenen Land unterwegs ist braucht er den Schutz von Sicherheitspersonal, Mauern und Stacheldraht. Es gebe einen UN-Bericht über die Probleme. Für Mukwege ist es ein großes Anliegen, dass dieser Bericht ernstgenommen wird die Kongolesen bald wieder sicher Leben können.Durch sein Engagement hat er sich nicht nur im eigenen Land Feinde gemacht. 2012 ist Mukwege nur knapp einem Mordaschlag entgangen.

(Zuletzt geändert: Montag, 24.06.19 - 17:40 Uhr   -   816 mal angesehen)
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