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Tübingen:

Erste Maßnahmen für ein klimaneutrales Tübingen - Was halten die Bewohner davon?

Klimaneutral bis 2030 - Das ist das große Ziel der Stadt Tübingen. Um dieses zu erreichen, will Oberbürgermeister Boris Palmer versuchsweise eine der wichtigsten Verkehrsadern in Tübingen, die Mühlstraße, weitgehend für den Autoverkehr sperren. Wir haben uns in die Neckarstadt begeben und uns bei den Tübingern einmal umgehört, wie das bei ihnen ankommt.

Die Tübinger Mühlstraße ist die Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt. Seit einigen Jahren ist sie bereits nur stadteinwärts für den Autoverkehr freigegeben, doch dies soll sich jetzt ändern. Für eine Probephase von zwei Monaten, beginnend nach den Sommerferien bis zum 15. November, dürfen Autos von der Neckarbrücke herkommend nicht mehr in die Mühlstraße stadteinwärts weiterfahren.

Grund dafür ist, dass die mittlere Spur der Neckarbrücke in diesem Zeitraum ausschließlich von Fahrradfahrern befahren werden darf. Eine Weiterfahrt für Autos in die Mühlstraße sei laut Verwaltung aufgrund von langen Rückstaus dann nicht mehr möglich. Doch wie denken eigentlich die Tübinger darüber?

Manch einer findet, dass es ausreiche, wenn Anwohner und Lieferanten Zugang zur Mühlstraße haben. Andere wiederum meinen, dass die Sperrung nur zu einer Verlagerung des Verkehrs nach Lustnau und in die Weststadt führe.

Das langfristige Ziel sei, den Tübinger Straßenraum so neu zu gestalten, dass klimafreundliche Mobilität bequem und schnell genutzt werden könne. Dies sei laut Palmer nur möglich, wenn das Stadtzentrum weitgehend autofrei ist.

Viele Tübinger können sich eine Innenstadt ohne Autoverkehr gut vorstellen. Alternative Fortbewegungsmittel wären für sie der öffentliche Nahverkehr, das Fahrrad oder die eigenen Füße.

Die Verwandlung in ein klimaneutrales Tübingen bringt auch viele Änderungen für die Bewohner mit. Sie erfahren immer mehr Einschränkungen im Autoverkehr, aber erhalten dafür bessere ÖPNV-Angebote wie kostenloses Busfahren im Falle einer komplett autofreien Innenstadt. Wir haben nachgefragt: Können die Tübinger überhaupt komplett auf das eigene Auto verzichten?

Für die Meisten sei es schwierig, ganz ohne eigenes Auto zu leben. Manche Fahrziele seien durch öffentliche Verkehrsmittel nur schwer zu erreichen und mit fortschreitenden Alter werde es immer schwerer, das Fahrrad zu benutzen.

Ob und wie ein klimaneutrales Tübingen funktionieren kann, wird die Zukunft zeigen. Probephasen wie jetzt nach den Sommerferien geben bereits einen ersten Einblick, wie ein klimaneutrales Tübingen aussehen könnte.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 07.08.19 - 14:50 Uhr   -   1111 mal angesehen)
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