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Reutlingen:

Bundesweiter DigitalPakt bringt 4 Millionen Euro in die Achalmstadt

Digitalisierung - ein Wort das heutzutage nahezu überall auftaucht. Die Technik entwickelt sich rasant und verbreitet sich eben so schnell. So besitzt beispielsweise spätestens in der weiterführenden Schule fast jeder Jugendliche ein Smartphone. Trotzdem: in den Schulen ist die Digitalisierung noch in ihren Anfängen. Das soll sich jetzt mit dem DigitalPakt ändern.

Einige Schulen haben sie schon, wie hier die Eichendorff-Realschule in Reutlingen, andere sollen sie in naher Zukunft bekommen: Die Präsentationstafeln. Tafeln, die nicht mehr der „Kreidezeit" entstammen, sondern digitale Zukunft bieten. Ähnlich wie auf normalen Tafeln, kann auf den riesigen Bildschirmen auch geschrieben werden, allerdings können sie noch weitaus mehr. Zum Beispiel können Schüler mit Lernapps lernen, oder Arbeitsblätter per Kamera direkt auf den Bildschirm projiziert werden. Das mache den Umgang mit digitalen Medien viel authentischer betont Carina Adler, Lehrerin an der Eichendorff-Realschule in Reutlingen.

Fünf Milliarden Euro investiert Deutschland in die Digitalisierung der Schulen. Der Stadt Reutlingen kommen über 4 Millionen Euro davon zu. Damit, so Bürgermeister Robert Hahn, unterstütze der DigitalPakt das Ausbauprogramm, das die Stadt sowieso bereits geplant habe und sorge für eine schnellere Umsetzung.

Reutlingen ist, was die digitale Umsetzung angeht, bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium. Hier wurde an vielen Schulen bereits Einiges umgesetzt.

„Wir haben sehr große Fortschritte in den letzten Jahren gemacht, dank des Geldes, das uns der Gemeinderat bewilligt hat mit dem Anschluss ans Glasfasernetz. Wir haben in den meisten Schulen, auch in den Gebäuden, die Verkabelung. Wir haben die WLAN-Hotspots, wir haben teilweise schon Server-Infrastruktur und über 100 Präsentationstafeln mit den entsprechenden Computern in den Räumen. Und jetzt kommen noch über 400 dazu und dann wären wir durch", erklärt Verwaltungsbürgermeister Robert Hahn stolz.

Um die finanziellen Mittel zu erhalten, müssen die Schulen jedoch zunächst einen Medienentwicklungsplan erstellen. Eine Bestandsaufnahme zeigt zunächst, was bereits vorhanden ist. Anschließend muss die Schule Auskunft geben, wozu das zu finanzierende Objekt eingesetzt werden soll und welche Lehrerausbildungen dafür benötigt werden.

Die neue Technik bringt nämlich nicht nur Vereinfachungen mit sich.

„Klar ist natürlich, dass diese neue Technik eine Verantwortung mit sich bringt. Das heißt, die Technik muss verantwortungsvoll im Interesse und zum Nutzen der Kinder eingesetzt werden. Also nicht als Spielzeug. Ich hab da großes Vertrauen in unsere Lehrerschaft, dass das gut klappt", erklärt Hahn.

Dabei lässt sich der Spaß aber auch gut ins Lernen integrieren, zum Beispiel beim digitalen Mathe-Fußball. Und zumindest die Lehrer der Eichendorff-Realschule, die jetzt schon eine Weile mit den modernen Tafeln arbeiten, haben sich bereits gut damit arrangiert. Die Lehrer geben sich auch untereinander Tipps, denn im Bereich digitale Tafeln, haben sie bisher keine Ausbildung bekommen. Allerdings gäbe es nun Fortbildungen, die man wahrnehmen könne, erklärt Carina Adler.

Bis zum Ende 2022 läuft das Programm DigitalPakt noch. Bis dahin sollen sich die Schulen bundesweit der digitalen Welt angepasst haben und ihren Schülern damit beste Voraussetzungen für ihr späteres Berufsleben bieten.

(Zuletzt geändert: Samstag, 07.09.19 - 17:02 Uhr   -   422 mal angesehen)
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