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Reutlingen:

Politisches Gespräch über die Grenzen Europas

Wie ist die aktuelle Flüchtlingssituation an Europas Außengrenzen? Drei ehrenamtlich engagierte Reutlinger berichteten im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche über ihren Einsatz an den Außengrenzen Europas. Im Anschluss führten sie mit den anwesenden Bundestagsabgeordneten ein politisches Gespräch über die Flüchtlingspolitik.

Auch nach der großen Flüchtlingswelle vor einigen Jahren versuchen noch immer viele Geflüchtete aufgrund von Krieg und Verfolgung in ihrem Heimatland nach Europa zu kommen. Erst gestern seien laut Belinda Kalender, die Hilfsprojekte auf der mittlerweile geschlossenen Balkanroute unterstützt, 22 Boote an der griechischen Küste angekommen. Markus Groda von der Seebrücke Reutlingen erzählt, dass die zivilen Seenotrettungsschiffe wieder Flüchtlinge an europäische Häfen bringen können, ohne kriminalisiert zu werden, allerdings gebe es weiterhin in anderen Bereichen Probleme.

Das zentrale Thema sei weiterhin die libysche Küstenwache: Diese diene nur dem Zweck, Flüchtlinge, welche nach Europa wollen, aufzuhalten. Die Küstenwache verfüge über kein ausreichendes Equipment und keine richtige Ausbildung, weshalb bei Rettungsversuchen regelmäßig Flüchtlinge sterben.

Um die aktuelle Flüchtlingssituation zu verbessern, macht Groda gleich mehrere Vorschläge. Im Endeffekt sei der einzig sinnvolle Weg, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Bis dahin sollten humanitäre Lösungen für die Geflüchteten geschaffen werden. An den Außengrenzen sollte niemand mehr ertrinken und in Deutschland sollte ihnen Integration und eine Perspektive geboten werden, so Groda.

Auch die Bundestagsabgeordneten Michael Donth, Martin Rosemann, Jessica Tatti und Beate Müller-Gemmeke waren beim Vortrag vor Ort. Laut Rosemann solle Deutschland im guten christlichen Sinne solidarisch sein und Flüchtlinge aufnehmen sowie Fluchtursachen bekämpfen. Europa brauche eine funktionierende Grenzsicherung, um einen Überblick darüber zu behalten, wer alles die EU betritt. Gleichzeitig sollten mehr legale Zugangswege in die EU geschaffen werden.

Die Bundesregierung habe sich bereit erklärt, ein Viertel der aus dem Mittelmeer geretteten Flüchtlinge aufzunehmen, außerdem sei der Haushalt für die Entwicklungshilfe in den letzten Jahren um 60 Prozent gesteigert worden, so Rosemann.

Jeder Einzelne kann die Flüchtlingshilfe unterstützen, indem er sich verschiedenen Gruppen und Hilfsorganisationen anschließt oder Kleidung, Decken, Schuhe und andere Alltagsgegenstände spendet.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 19.09.19 - 17:05 Uhr   -   640 mal angesehen)
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