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Tübingen/Reutlingen:

AIDS-Hilfe legt Positionspapier zum "Sexkaufverbot" vor

Der Landesvorstand der baden-württembergischen SPD fordert derzeit das sogenannte "Sexkaufverbot". Dem Vorbild Schweden folgend, soll durch das Verbot Prostitution in Deutschland illegal werden. Die AIDS-Hilfe Tübingen-Reutlingen e.V. hat aus diesem Anlass gemeinsam mit weiteren Organisationen heute ein Positionspapier veröffentlicht.

In Schweden werden seit 20 Jahren Freier bestraft, wenn sie dabei aufgegriffen werden, sexuelle Dienstleistungen einer Prostituierten zu nutzen. Dieses sogenannte „nordische Modell" soll künftig vielleicht auch nach Deutschland kommen.

Brigitte Ströbele, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Tübingen-Reutlingen e.V. hält das Modell jedoch nicht für zielführend.

Prostitution werde durch das „Sexkaufverbot" nicht verhindert, sie werde nur unsichtbar, so die Mitarbeiterinnen der AIDS-Hilfe. Auch hier in der Region wären etliche Personen, die durch Sexarbeit ihren Lebensunterhalt verdienen, von dem geforderten Verbot betroffen.

Die Deutsche Aidshilfe, der Deutsche Frauenrat und weitere Organisationen fordern mit dem heute vorgelegten Positionspapier die Unterstützung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern.

Diplom-Pädagogin Daniela Lindpaintner erläuterte, wie diese Unterstützung konkret aussehen könnte. Es gehe darum niederschwellige Beratungsangebote anzubieten und in persönlichen Kontakt zu treten. Außerdem brauche es geschützte Räume für Beratungsgespräche. Wünschenswert wäre ein kleines Ladenlokal in Reutlingen, so Lindpaintner weiter.   

Einen Raum zum zwanglosen kennenlernen und einen weiteren Raum für das facettenreiche Beratungsangebot, das die AIDS-Hilfe bietet.

Um dieses Angebot weiterführen und ausbauen zu können wurde im Sommer ein Antrag an das Sozialministerium gestellt. Ob der Antrag bewilligt wird muss die Zukunft zeigen und auch ob das "Sexkaufverbot" tatsächlich nach Deutschland kommt.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 03.12.19 - 16:56 Uhr   -   328 mal angesehen)
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