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Reutlingen:

Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz

Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz. In ganz Deutschland wurden aus diesem Anlass Gedenkfeiern gehalten, so auch in Reutlingen. Dort lud Oberbürgermeister Thomas Keck zusammen mit weiteren Akteuren zum gemeinsamen Erinnern im Spitalhof ein.

Voll war es im Spitalhofsaal, als die Stadt Reutlingen anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz zum Holocaust-Gedenken einlud. Oberbürgermeister Thomas Keck ließ es sich nicht nehmen, selbst eine Ansprache bei der Gedenkfeier zu halten. Dies sei für ihn besonders wichtig gewesen.

Rassismus sei allgegenwärtig und Antisemitismus und Nationalismus gebe es in Deutschland und ganz Europa in letzter Zeit immer mehr, so Keck. Deshalb müsse man nun dagegen aufstehen und Stellung beziehen, anstatt wie vor 75 Jahren zu schweigen.

Ein weiterer Teil des Abendprogramms war neben dem symbolischen Entzünden von Gedenkkerzen der Auftritt der Geschichts-AG des Johannes-Kepler-Gymnasiums Reutlingen. Bei ihrer Vorführung stellten sie die Schicksale dreier Reutlinger Familien, die während der NS-Zeit verfolgt wurden, als Sprechmotette dar. Durch den Auftritt wollten die Schüler dem Publikum einen Eindruck darüber vermitteln, wie es den Menschen vor 75 Jahren ging, so die Schülerin und Mitwirkende Nina Hohenadl.

Weiterhin ist sie der Meinung, dass gerade die Jugend die Verantwortung dafür trage, dass so etwas wie der Nationalsozialismus nicht noch einmal geschehe. Auch Thomas Keck findet, dass die Schülerinnen und Schüler durch ihren Auftritt eine wichtige Lektion fürs Leben gelernt haben. Doch die Verantwortung, einen weiteren Nationalsozialismus zu verhindern, liegt nicht ausschließlich bei der jüngeren Generation. Keck erklärt, dass jeder sich dafür einsetzen kann, indem man antisemitische oder rassistische Äußerungen direkt mit Worten kontert. Abgesehen davon brauche es eine Erinnerungskultur, die in Reutlingen durch die Stolpersteine aufgebaut werden soll.

75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz sei der Rassismus wieder in unserer Gesellschaft angekommen und der Antisemitismus und Nationalismus kämen gleich hinterher, so Thomas Keck. Nun sollten wir alle nicht ein weiteres Mal wegschauen, um schlimmeres zu verhindern.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 28.01.20 - 17:31 Uhr   -   635 mal angesehen)
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