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Tübingen:

Pathologe des Uniklinikums berichtet über seine Coronainfektion

Am Abend des 25. Februar hatte sich Dr. Hans Bösmüller, Oberarzt der Pathologie am Uniklinikum Tübingen, gemeinsam mit seiner Tochter beim Klinikum gemeldet.

Er vermutete, dass er und seine Tochter sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätten. Dieser Verdacht bestätigt sich. Wie es ihm 6 Wochen später geht und wie er die Krankheitsphase erlebt hat, berichtete der Mediziner am heutigen Dienstagvormittag.

Dr. Hans Bösmüller vom Tübinger Uniklinkum zählte zu den ersten Coronainfizierten in Deutschland.Mit dem Virus angesteckt hatte sich der Mediziner bei seiner Tochter, die aus einem Urlaub im Risikogebiet Mailand zurückgekehrt war. Wie die beiden die Erkrankung erlebten, berichtete Bösmüller heute der Presse.

Seine Tochter habe von Anfang an keine Symptome gezeigt, so der Mediziner. Er habe zu Beginn weder Husten noch Schnupfen gehabt, dafür aber Nackenschmerzen und Geschmacksverstimmungen.  

Mit Geschmacksverstimmung beschreibt  Bösmüller den Umstand, dass zunächst alles was er zu sich genommen habe ihn an ranzige Butter oder Seife erinnert habe. Er habe sich dabei aber erst mal nichts weiter gedacht, so der Pathologe.

Erst an Tag zehn der Infektion habe er, das für Corona typische Husten und eine leicht  erhöhte Temperatur gehabt.

Die, auf den positiven Corona-Abstrich, Ende Februar folgende Quarantäne habe er soweit gut überstanden. Ihm sei aber bewusst, dass diese Situation beispielsweise für kinderreiche Familien durchaus schwieriger sei.

Mittlerweile gilt Bösmüller als geheilt und somit als immun gegen das Lungenleiden und das hat Folgen.

Jeden Tag sei eine andere Person aus Medizin oder Industrie zu ihm gekommen, um ihm Blut abzunehem, aufgrund der dort befindlichen für Antikörper.  

Der Tübinger Pathologe hofft, dass bald Mittel und Wege gefunden werden, damit auch die breite Masse auf Corona-Antikörper getestet werden kann.

Es sei anzunehmen, dass es eine hohe Dunkelziffer an Personen gebe, die Corona bereits hinter sich habe, auch beim medizinischen Personal. Da sei es schon sinnvoll und interessant, wenn man wisse, wer Antikörper habe und wer nicht, betonte Bösmüller abschließend. 

Seinen Dienst am Klinikum hat Dr. Bösmüller vor anderthalb Wochen wieder aufgenommen. 

(Zuletzt geändert: Dienstag, 07.04.20 - 17:40 Uhr   -   6457 mal angesehen)
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