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Musikschulunterricht in Zeiten von Corona

Nach sieben Wochen Corona-Pause durften die Musikschulen in Baden-Württemberg Anfang Mai wieder öffnen. Auch in Tübingen hat der Präsenzunterricht am 11. Mai erneut begonnen - allerdings nur unter einem strengen Hygienekonzept.

Unterricht mit Abstand – so sieht es derzeit in der Tübinger Musikschule aus. Doch nicht immer war ein Präsenzunterricht während der Corona-Pandemie möglich. Deshalb sind die Mitarbeiter der Musikschule kreativ geworden und haben sich Alternativen zu den traditionellen Unterrichtsstunden überlegt. Von Anfang an gab es Unterricht per Videokonferenz oder Telefon. Manche Schüler schickten ihren Lehrern auch Videoaufnahmen von sich, wie sie ihr Instrument spielten.

Seit dem 11. Mai dürfen Musikschulen im Land ihren Unterricht wieder vor Ort anbieten. Dabei müssen aber die gängigen Hygiene- und Abstandsregeln beachtet und in die Praxis umgesetzt werden. Beim Unterricht von Streich- und Tasteninstrumenten gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern. Bei Blasinstrumenten und beim Gesangsunterricht müssen sogar 2,5 Meter Abstand zueinander gehalten werden, außerdem werden Plexiglasscheiben zum gegenseitigen Schutz verwendet.

Das Gebäude der Musikschule wurde in ein Einbahnstraßensystem umgeformt, sodass die Schüler das Gebäude an einem anderen Punkt verlassen als sie reinkommen, erklärt Musikschulleiter Ingo Sadewasser. Damit soll der Begegnungsverkehr zwischen den Schülern verhindert werden.

Zusätzlich gibt es Desinfektionsmittelspender im ganzen Gebäude sowie ausgeschilderte Waschbecken. Ziel der Maßnahmen sei es, den größtmöglichen Schutz für Schüler und Lehrer zu gewährleisten, so Sadewasser.

Bei der Öffnung der Musikschule im Mai hätten alle Beteiligten breit gestrahlt, erzählte er stolz. Doch auch das vorherige Online-Angebot kam bei den Schülern gut an. Die regelmäßige Stunde Musikunterricht habe den Kindern ein Stück Realität in einer sehr verrückten Zeit gegeben, so Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch. Das Üben hätte den Kindern mehr Spaß gemacht als sonst, da es durch die Corona-Krise von etwas Alltäglichem zu etwas Besonderem wurde.

Zwischen den verschiedenen digitalen Unterrichtsmethoden gab es allerdings große Unterschiede. Manche stellten sich als vorteilhaft heraus, während andere eher enttäuschten. Die Videoplattformen haben sich laut Sadewasser als nachteilig herausgestellt, da die Qualität mangelhaft sei. Die Videos der Schüler hingegen, welche sie den Lehrkräften schickten, hätten sich als positiv ergeben. Da sich die Schüler die Videos vor dem Senden nochmals angeschaut und dadurch Fehler entdeckt haben, hätten sie die Videos so lange aufgenommen, bis sie fehlerfrei waren.

Wie lange das derzeitige Konzept der Musikschule Tübingen notwendig sein wird, kann Bürgermeisterin Daniela Harsch noch nicht sagen. Da ab nächster Woche die Abstandsregeln in Kitas zwischen Kindern nicht mehr eingehalten werden müssen, bleibt zu überlegen, ob es Sinn macht, die Schüler weiterhin auf 1,5m entfernten Stühlen zu platzieren.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 24.06.20 - 15:57 Uhr   -   509 mal angesehen)
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