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Antikriegstag im Zollernalbkreis wird virtuell zelebriert

Der deutschlandweite Antikriegstag erinnert immer am 1. September an die Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus. Im Zollernalbkreis sind die Vorbereitungen für den Antikriegstag bereits in vollem Gange. Da die ursprünglich geplante Präsenzveranstaltung coronabedingt ausfallen muss, haben sich die Beteiligten eine Alternative überlegt.

Aufgrund der Corona-Pandemie können viele Veranstaltungen nicht so stattfinden wie ursprünglich geplant. Der diesjährige Antikriegstag im Zollernalbkreis ist auch davon betroffen, weshalb die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr virtuell zelebriert wird. Geplant ist ein Video, in dem verschiedene Personen und Gruppen ihre Gedanken zum Thema Krieg darstellen.

Laut dem Koordinator des Antikriegstags, Salvatore Bertolino, könnten sich die Zuschauer in dem Video darüber informieren, welchen Einfluss der Krieg auf den Zollernalbkreis hatte und welche Lehren daraus gezogen wurden.

Insgesamt 13 Personen bzw. Gruppen sind an dem Video beteiligt. Sowohl junge Menschen als auch Erwachsene und Senioren haben Beiträge für das voraussichtlich 45 Minuten lange Video erstellt. Musikalisch umrahmt wird das Video von der Jugendmusikschule Balingen.

Die beteiligten Gewerkschaftler aus dem Zollernalbkreis stellen in dem Video ihre persönlichen Botschaften rund um das Thema "Frieden ist für mich..." dar. Der Schulverbund Frommern hat ein Rollenspiel organisiert, in dem Einzelschicksale aus den Kriegen der letzten 100 Jahre erzählt werden. Außerdem machen die Azubis der Stadt Balingen eine Talkshow, in welcher sie darüber diskutieren, was Krieg für sie bedeutet.

Der Drehort des Videos ist der Außenbereich der Schwelhalle in Balingen-Frommern. Oberbürgermeister Reitemann erklärte, dass die Schwelhalle zwar erst nach dem zweiten Weltkrieg fertiggestellt wurde, aber trotzdem ein Bestandteil des Unternehmens „Wüste" gewesen sei. Dies war der Deckname für ein Projekt des NS-Regimes zur Ölschiefergewinnung, bei dem KZ-Gefangene Zwangsarbeit leisten mussten.

Laut Reitemann sei der Antikriegstag sehr wichtig, um an die Vergangenheit und ihre Fehler und Opfer zu erinnern. Allerdings ginge es nicht nur um das Erinnern selbst, sondern auch darum, die Gesellschaft zu ermahnen, nicht den gleichen Ideologien erneut anheimzufallen.

Am 1. September wird das Video in den sozialen Medien und auf dem YouTube-Kanal von ver.di, IG Metall, GEW und des DGB veröffentlicht. Außerdem werden Interessierte das Video auf der Homepage der Stadt Balingen finden.

(Zuletzt geändert: Freitag, 10.07.20 - 17:05 Uhr   -   585 mal angesehen)
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