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Spatenstich- Erste Radverkehrsbrücke

Die Tübinger Radfahrkultur wird weiterhin gestärkt: Heute erfolgte der historische Spatenstich für die erste Radverkehrsbrücke über die Steinlach. Die Brücke ist erst der Anfang, denn in den kommenden Jahren sollen insgesamt drei solcher Überführungen erscheinen. Oberbürgermeister Boris Palmer erhofft sich so auf lange Sicht ein höheres Radfahraufkommen in der Universitätsstadt.

Genau neben der Steinlachbrücke über die Friedrichsstraße, im Tübinger Sprech auch „Blaue Brücke" genannt, wird die neue Überführung gebaut werden. Für den Bau genau an diesem Standort, gebe es triftige Gründe, erklärte Boris Palmer. Hier gebe es eine Achse in die Stadt, die bisher schlecht befahrbar gewesen sei und Radfahrer sich zwischen Autos durchzwängen oder auf dem Gehweg hätten fahren müssen. Die Überführung sei eine direkte und schnelle Verbindung, vom Güterbahnhof und französischem Viertel, in die Innenstadt. Außerdem müsse sowieso eine neue Brücke gebaut werden, da die 110 Jahre alte "Blaue Brücke" nebenan, im nächsten Jahr abgerissen werden müsse.

Der Spatenstich für das künftige Bauwerk könne, laut Palmer, als historisch bezeichnet werden. Historisch sei, dass ein Wechsel in eine neue Zeit der Infrastrukturgestaltung beginne. Vor 15 Jahren habe die Stadt etwa 15.000 Euro in den Radverkehr investiert. Heute würden rund 25 Millionen Euro investiert werden, um mit dem Klimaschutz im Stadtverkehr voranzukommen.

Die Kosten der Brücke sollen rund 2 Millionen Euro betragen und vom Land Baden-Württemberg bezuschusst werden. Der Oberbürgermeister ist sich sicher, dass in Tübingen durch die Radfahrerfreundlichen Infrastrukturmaßnahmen mehr Leute aufs Rad steigen werden.

Allerdings wird es durch die Baumaßnahmen Einschränkungen im Straßenverkehr geben. Beispielsweise gebe es eine Einschränkung in der Bismarckstraße, berichtete Baubürgermeister Cord Soehlke. Dafür werde der Bau der Fahrradbrücke recht schnell verlaufen, denn diese werde als eine sogenannte „Fertigbrücke" geliefert werden. Soehlke erklärte weiter, dass in der nächsten Zeit nicht der Bau einer Brücke, sondern der Bau von Fundamenten zu sehen sein werde. Die eigentliche Brücke, aus einem Stahlhohlprofil angefertigt, werde vorraussichtlich im November mit einem Schwerlasttransporter gebracht werden.

Auch optisch gebe es ein paar Besonderheiten, so der Baubürgermeister. Die Farbgestaltung der Überführung werde die Farbe Blau annehmen und so das Thema "blaues Band", dass für die Radsituation stehe, aufgreifen. "Das blaue Band" verbinde die drei neuen Radbrücken, dich noch entstehen würden, in Tübingen Mitte, Ost und West. Die Farbe Blau sei zudem ein für Fußgänger gut erkennbares Signal.

Die Farbe stehe auch für die Botschaft, dass die Radfahrer nun nicht mehr nur Mitfahrer im Straßenverkehr seien, sondern ihre eigene Infrastruktur erhielten, betonte Söhlke abschließend.

(Zuletzt geändert: Montag, 03.08.20 - 17:13 Uhr   -   778 mal angesehen)
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