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Bundesregierung:

Fonds soll Kunden insolventer Reiseveranstalter entschädigen

Die Bundesregierung will Lehren aus der Thomas-Cook-Pleite ziehen und Kunden besser vor einer Insolvenz des Reiseveranstalters schützen. Sowohl für den Rücktransport gestrandeter Urlauber als auch für die Rückerstattung von Vorkassezahlungen soll künftig ein Fonds aufkommen.
Abflüge am Flughafen Stuttgart

So sieht es ein Eckpunktepapier des Bundesjustizministeriums vor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Der Fonds soll von der Reisebranche finanziert werden. Nur wer in den Fonds einzahlt, soll künftig noch Pauschalreisen anbieten dürfen. Das Kabinett will die Eckpunkte an diesem Mittwoch verabschieden.

Mit der Reform zieht Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) Konsequenzen aus der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook im vergangenen September. Die Versicherung hatte damals nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, für den Rest ist der Staat eingesprungen. Mit Hilfe des Fonds werde ein "umfassender Schutz der Reisenden sichergestellt."

Lob kommt von Verbraucherschützern. "Aus Verbrauchersicht ist die Insolvenzabsicherung von Pauschalreisen ein wichtiger Schritt", sagte die Verkehrsexpertin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Marion Jungbluth, dem Tagesspiegel.

Beim Deutschen Reiseverband (DRV) hält man die Eckpunkte der neuen Insolvenzabsicherung für einen "geeigneten Ansatz zur verbesserten Absicherung der Verbraucher".

(Zuletzt geändert: Dienstag, 09.06.20 - 20:42 Uhr   -   499 mal angesehen)
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