ver.di Kita | Bildquelle: RTF.1

Reutlingen:

#wirsindeswert - Erzieher und Sozialarbeiter kämpfen um bessere Arbeitsbedingungen

Stand: 22.02.22 15:55 Uhr

"Mehr Verantwortung braucht mehr Gehalt!" Mit dieser Forderung gehen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, unterstützt von der Gewerkschaft ver.di, Ende dieser Woche deutschlandweit in die Tarifverhandlungen.


Warum eine Aufwertung der sozialen Arbeit dringend notwendig ist, das erläuterte  ver.di Geschäftsführer für den Bezirk Fils-Neckar Alb, Benjamin Stein, gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern am heutigen Vormittag.

Coronabedingt mit 2 Jahren Verspätung beginnen am Freitag, den 25. Februar die bundesweit die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände – kurz VKA – gehen soll es dabei um die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst.

Insbesondere nach den heftigen Belastungen in der sozialen Arbeit durch die Corona-Krise würden die Beschäftigten in diesem Bereich bei den kommenden Tarifrunden eine deutliche Verbesserung bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen erwarten, betont Benjamin Stein, ver.di Bezirksgeschäftsführer für Fils-Neckar-Alb, im Interview.

Entsprechend konzentrieren sich die Forderungen mit denen ver.di in die Verhandlungen geht auch auf drei Schwerpunkte. Erstens: Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Zweitens: Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und drittens: Finanzielle Anerkennung der Arbeit. Und was passiert wenn es am Freitag nicht zu einer Einigung mit der Arbeitgeberseite kommt? Dann müsse man als Gewerkschaft möglicherweise auch zu Arbeitskampfmasnahmen - also Streiks - aufrufen, um die Arbeitgeberseite zu bewegen so Stein.  

Von den Eltern die dann, aufgrund eines womöglichen Streiks, vor verschlossenen Kita-Türen stehen wünschen sich die Beschäftigten vor allem eines – Verständnis. Was das für die Familien bedeute sei ihnen allen klar. "Sie sind gebeutelt durch die Pandemie. Wir aber auch!", betont Erzieherin Martina Raiser.

Denn Arbeitskampf und somit die zusätzliche Belastung könne man natürlich auch vermeiden,wenn sofort ein gutes Angebot seitens der Arbeitgeber käme, so Raiser abschließend. Ob dieser Fall eintreten wird, muss sich zeigen.

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