"In deinen Thälern wachte mein Herz mir auf
Zum Leben, deine Wellen umspielten mich,
Und all der holden Hügel, die dich
Wanderer! Kennen, ist keiner fremd mir."
Die poetischen Zeilen, die Hölderlin dem Neckar widmete, bekommen durch die Fotografie von Barbara Klemm ein Gesicht. Die Bilder können dabei helfen, die Zeilen einzuordnen und ein Gefühl für die Orte zu bekommen, die Hölderlin in seinen Gedichten beschreibt. Für Klemm war es wichtig, die Atmosphäre und die Stimmung der Gedichte einzufangen.
Ungefähr ein dreiviertel Jahr hat sich die Fotografin auf Spurensuche begeben – und natürlich hat sie sich dabei auch tief in die literarischen Werke Hölderlins begeben.
„Also ich muss sagen, mich hat viel überrascht. Für mich war Hölderlin nicht so zugängig. Und ich fand das dann ganz wunderbar, als eine Freundin von uns die Lehrerin war und sich mit Hölderlin auch befasst hat, dann auch Gedichte vorgetragen hat. Und dann öffnete sich auf einmal viel mehr, was Hölderlin in seinen Gedichten in einer komplizierten Sprache gemeint hat", erklärt Klemm.
Auf ihrer Spurensuche besuchte die Fotografin viele Orte, die in Hölderlins Leben eine Rolle gespielt haben. Klemm selbst gefiel besonders die Büste von Hölderlins großer Liebe Susette Gontard in Bad Driburg. Hier konnte sich die Fotografin gut vorstellen, wie die beiden wohl ihre schönste Zeit gemeinsam verbracht hatten, bevor dann alles in die Brüche ging, so Klemm.
Wer sich intensiver mit den Gedichten und den Bildern beschäftigen möchte, kann auch einen kleinen Katalog zur Ausstellung mit nach Hause nehmen. Im Museum im Hölderlinturm ist die Ausstellung noch bis zum 15. Mai zu sehen.
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