CureVac Tübingen | Bildquelle: RTF.1

Region Neckar-Alb:

Positionswechsel und Milliardendeal - Der Jahresrückblick Oktober 2025

Stand: 13.01.26 18:04 Uhr

Mit Christian O. Erbe und Joachim Walter verabschiedeten sich im Oktober letzten Jahres gleich zwei langjährige Amtsinhaber von ihren Posten und gaben diese an einen Nachfolger weiter. Außerdem bekam das Medizintechnik-Unternehmen BioNTech die Erlaubnis, seinen früheren Konkurrenten CureVac für eine Milliardensumme zu übernehmen.


Es war das Ende einer Ära bei der IHK Reutlingen. Nach 15 Jahren hatte Christian O. Erbe am ersten Oktoberwochenende sein Amt als Präsident der Kammer ganz offiziell abgegeben. Den Staffelstab reichte der Chef des Medizintechnik-Unternehmens Erbe Elektromedizin an Johannes Schwörer von Schwörer-Haus weiter. Erbe blickte dankbar und zufrieden auf die letzten 15 Jahre zurück. Dass Erbe sein Amt an einen Nachfolger weiterreichen würde, war im Vorfeld der Übergabe bereits seit längerem klar gewesen.

Auch der Landkreis Tübingen hat im Oktober eine neue Ära eingeläutet. Hendrik Bednarz, der frühere Finanz- und erste Bürgermeister der Stadt Rottenburg, wurde von Regierungspräsident Klaus Tappeser zum neuen Tübinger Landrat vereidigt. Bednarz übernahm die Position von seinem langjährigen Vorgänger Joachim Walter, der zuvor in den Ruhestand gegangen war. Bei der Wahl hatte sich Bednarz knapp mit zweiunddreißig zu einunddreißig Stimmen gegen Mitbewerberin Daniela Hüttig durchgesetzt.

Rettungskräfte übten Ernstfall

Für einen Tag im Oktober voll gesperrt war der Ursulabergtunnel in Pfullingen. Allerdings nicht wegen eines Unfalls, sondern wegen einer Übung für einen möglichen Ernstfall.

Dafür wurde mit echten Autos und Rauchmaschinen im Tunnel ein Unfall simuliert, bei dem ein PKW mit einem LKW zusammengestoßen war. Für die Einsatzkräfte galt es, das Übergreifen eines Vollbrandes vom kleineren auf das größere Fahrzeug zu verhindern. Rund 350 Einsatzkräfte waren mit dabei.

Schwörer-Haus eröffnet "Galileo-Haus"

Wie sieht eigentlich das Haus der Zukunft aus? Eine mögliche Antwort auf diese Frage hat die Redaktion der Pro-Sieben-Sendung Galileo bei Schwörer-Haus in Oberstetten gefunden. Diese hat ein 20 Jahre altes Musterhaus zu einem Mehrgenerationenhaus umgebaut. Es soll Antworten auf die drängenden Probleme der Zukunft geben wie beispielsweise Energie- oder Platzmangel.

"Für mich sieht Wohnen der Zukunft nachhaltig und smart aus, mir ist wichtig, dass wir in Zukunft Flächen sparen, Ressourcen sparen und nachhaltige Materialien verwenden, so weit es geht" kommentierte Architektin Anne Kozlowski.

Die Galileo-Reihe zum Haus der Zukunft wird in der letzten Januarwoche auf Pro Sieben ausgestrahlt. Fünf Folgen sind es, à 30 Minuten.

1,1 Milliarden Euro für Biotech-Unternehmen

Rund vier Monate hatten beide Unternehmen auf die offizielle Bestätigung warten müssen. Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Tübinger Biotech-Unternehmens CureVac durch den Mainzer Konkurrenten BioNTech erlaubt.

Der Wettbewerb sei durch die Übernahme nicht gefährdet. Für umgerechnet knapp 1,1 Milliarden Euro – übernahm BioNTech CureVac. Von der Zusammenführung erhoffe man sich, Patienten mit mRNA-basierten Immuntherapien erhebliche Vorteile bieten zu können.

Agentur für Schmähplakate ausgezeichnet

Mit der Kampagne „Reutlingen kannst du nicht mögen", die später zu „Reutlingen kannst du nicht mögen, nur lieben" wurde, hatte die Tübinger Agentur „Die Kavallerie" bundesweit Schlagzeilen gemacht. Im Oktober, über ein Jahr nach der Kampagne, bekam die Agentur für den „Effie Germany Award" – eine der renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Werbe- und Kommunikationsbranche.

Überzeugt hatte die Jury vor allem die enorme mediale Aufmerksamkeit und – Zitat – dass mutige Kommunikation auch mit überschaubarem Budget bundesweit Wirkung entfalten könne.

Windpark Magolsheim in Betrieb genommen

Sechs Windkraftanlagen, jede höher als die Besucherplattform des Stuttgarter Fernsehturms. Die Ausmaße des Windpark Magolsheim sind durchaus als bemerkenswert einzuordnen. Im Oktober ging er in Betrieb.

Jede der sechs Anlagen erzeugt das Dreizehnfache der alten Anlagen im benachbarten Böttingen. Für Bürgermeister Mike Münzing ist es ein Beitrag zu einer friedvollen Revolution. Der ländliche Raum stehe nicht mehr im Abseits. Davon profitieren auch die Münsinger Bürger. Denn die können sich am Windpark Magolsheim wirtschaftlich beteiligen.

Zum 17. Mal "schön & gut"

Alle Jahre wieder, aber dennoch jedes Jahr ein wenig anders – das galt auch für die 17. Auflage der "schön & gut"-Traditionsmesse im Albgut Altes Lager in Münsingen.

Knapp 40 neue Aussteller waren in diesem Jahr dabei, die ihre Produkte präsentierten. Veranstalter Stephan Allgöwer freute sich besonders, dass es immer mehr Aussteller gibt, die Textilien anbieten, die sie auch in der Region herstellen.

Die Auswahl der Produkte reichte von Balsamico aus Mango, Birne oder Pfirsich über Kleidung und Schmuck bis hin zu verschiedenen Wohnaccessoires.

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