Sturm auf das Pfullinger Rathaus | Bildquelle: RTF.1

Pfullingen:

Narren wollen Bürokratie abbauen und das Leben einfacher machen

Stand: 13.02.26 11:31 Uhr

Die Narren hatten noch so viel Anstand zu warten, bis die bunt kostümierten Kinder der Pfullinger Kindergärten ihren Weg vom Schlösslespark zum Marktplatz gefunden hatten. Aber dann gab es kein Halten mehr.


Mit aller Macht versuchten sie, gegen die Mauer der Rathausmitarbeiter anzukommen. Nachdem die erste Hürde genommen war, Hindernis Nummer zwei: Die Tür war verschlossen. Als auch dieses Problem beseitigt war, stellte sich den Narren die Frage: Wo steckt nur dieser Stefan Wörner, oder Stefan der Erste, wie die Hoagamännle ihn liebevoll nennen.

Endlich war auch das Stadtoberhaupt samt Rathausschlüssel gefunden. Wörner gesteht: "Die Übermacht der Narren war nicht aufzuhalten. Wir haben alles versucht, aber leider konnten wir das Rathaus nicht verteidigen." Sehr zur Freude von Marcel Renz, 1. Vorstand der Narrenzunft Hoagamännle e.V.: "Wir haben Stefan I. entmachtet. Sie haben wirklich gute Arbeit geleistet, sie haben ihr Rathaus gut verteidigt. Aber wir Narren haben es wieder geschafft." Bis Aschermittwoch ist das Rathaus also in Narrenhand.

Doch der Bürgermeister im Kurzzeit-Ruhestand hat seinen Schreibtisch gut sortiert hinterlassen und alles Wichtige nach gelegt. "Ich hoffe, dass das bis Mittwoch erledigt ist, wenn ich dann wieder komme, dass ich entspannt wieder beginnen kann." Während der entmachtete Bürgermeister nun etwas Zeit hat, seinen Tanzstil zu verfeinern, wissen die Narren schon genau, wie sie die Tage bis Aschermittwoch nutzen werden: "Wir schauen, dass die Bürokratie abgebaut wird und das Leben in der Stadt wieder einfacher wird."

Als erste Amtshandlung wurde am Rathaus das neue Stadtwappen angebracht, das erstaunlicherweise große Ähnlichkeit mit dem der Hoagamännle hat. Eine Spende der jubelnden und jubilierenden Narren an die Stadt, um die leeren Kassen nicht weiter zu belasten.

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