Thomas Poreski | Bildquelle: RTF.1

Eningen u. Achalm:

Wirtschaft, Bildung und AfD-Verbot - Poreski beim RTF.1

Stand: 16.02.26 12:23 Uhr

Thomas Poreski ist seit 2011 Mitglied des Landtags. Auch in diesem Jahr ließ sich der Grüne Reutlinger wieder für die Landtagswahl aufstellen. Bei einem Besuch in der RTF.1-Redaktion standen die Themen Wirtschaft, Bildung und rechtsradikale Tendenzen in der Politik im Raum.

Im Namen von RTF.1-Chef Stefan Klarner begrüßte die Redaktion Thomas Poreski in den RTF.1-Räumlichkeiten. Die Redaktion sieht der Grünen-Politiker nicht zum ersten Mal. An seiner Haltung zum Sender hat sich über die Jahre nichts geändert.

"Ich find und fand RTF 1 schon immer grandios, weil ich glaube, es gibt wenig Regionalsender, wenn überhaupt einen in Baden-Württemberg, der die regionale Berichterstattung so gut abdeckt", so Poreski.

Als Mitglied der amtierenden Regierungspartei im Land lassen wir mit Poreski die auslaufende Legislatur Revue passieren. Ein nachweislicher Erfolg ist ihm zufolge der wirtschaftliche Fortschritt. Der kriselnden Automobilindustrie stellt der Grünen-Politiker den Aufschwung neuer Branchen entgegen.

"Wir haben Geschäftsfelder neu entwickelt. Also Baden-Württemberg ist inzwischen in der Gesundheitswirtschaft und übrigens auch bei den grünen Technologien bundesweit Nummer 1. Interessanterweise haben beide Bereiche inzwischen eine Wertschöpfung in der Höhe von der Automobilwirtschaft", sagt Poreski überzeugt.

Die Big Player der Automobilwirtschaft sind in den letzten Jahren ins Straucheln geraten. Allerdings sind es laut Poreski nicht die Großunternehmen, die die Wirtschaft im Ländle ausmachen.

Zum wirtschaftlichen Potential Baden-Württembergs sagt er: "In jedem Tal, hinter jeder Ecke ist ein Hidden Champion versteckt. Das heißt, wir haben auch diesen klassischen Abfall von Stadt zu Land, was Wirtschaftskraft angeht, anders als anderen Bundesländer nicht. Und das ist auch eine Stärke, die wir weiterentwickelt haben."

Auch im Bereich der Bildung ist die grüne Landesregierung große Wagnisse eingegangen. Die Abschaffung der Grundschulempfehlung und die Einführung der Gemeinschaftsschule haben das Bildungswesen auf die Probe gestellt. Laut Poreski tragen diese Umstellungen erste Früchte.

"Baden-Württemberg ist jetzt tatsächlich im interdeutschen Bildungsvergleich wieder auf Platz 3, was die wenigsten Leut wissen. Also die größte Bildungsstudie ist die IQB, hat uns 2025 als einzigem Bundesland eine Trendumkehr bestätigt. Was nicht heißt, dass alles gut ist, sondern es hört auf, schlechter zu werden. Fängt an, langsam besser zu werden", räumt der Grünen-Politiker ein.

Im Bereich Bildung verzeichnet das Land laut Poreski also einen Aufwärtstrend. Im Bund sieht Poreski allerdings einen erschreckenden Aufwärtstrend durch die wachsende AfD. Als sehr bedenklich empfindet Poreski ein Zitat des AfD-Landeschefs Emil Sänze gegenüber dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

"Der sei ja nicht nur körperlich, sondern auch geistig behindert und dann kommt der Satz. 'Aber wir lassen ihn leben, denn schließlich ist er ja auch witzig.´ Das heißt im Umkehrschluss, wenn er es nicht wäre, würde man ihn nicht leben lassen oder hat diese Lizenz, Menschen aufgrund ihrer Behinderung als lebensunwürdig zu erklären. Das ist definitiv Nazismus. Das hat nichts mit der Verfassung zu tun", sagt Poreski entschieden.

Aus diesem Grund fordert der Grünen-Politiker, die AfD einer gründlichen Prüfung zu unterziehen und ein Parteiverbot zu erwägen.

Im RTF.1-Studio nahm Thomas Poreski einen Kandidatencheck auf. Den können Sie demnächst in unserem Programm sehen.

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