Tiger und Bär im Neuen Kunstmuseum | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Vorpremiere zur Ausstellung „95 Jahre Janosch“

Stand: 12.03.26 10:15 Uhr

Am 11. März 1931 wurde Horst Eckert in Hindenburg geboren. Jetzt wird die Kinderbuchlegende, heute bekannt als Janosch, 95 Jahre alt. Um diesen Anlass zu feiern, findet im Neuen Kunstmuseum in Tübingen eine Ausstellung zu seinen Ehren statt, die zum Jubiläum mit einer Vorpremiere für Kinder in die Startlöcher ging.


Oh, wie schön ist Panama. Natürlich darf beim 95. Jubiläum das bekannteste Werk Janoschs nicht fehlen. Mit ihm ist dem Künstler 1978 der Durchbruch gelungen. Es entstand zum Teil als Trotzreaktion, ein 'kitschiges' Werk, um die Ablehnung von Kunstschulen zu verarbeiten. Die Ausstellung zeigt an vielen Stellen, wie Horst Eckerts Leben das Werk seines Alter Egos beeinflusst hat, im Guten wie im Schlechten.

"Wir wollten eine Ausstellung bieten, die für alle Generationen da ist", erklärt Janosch-Verleger Bernhard Feil. "Das heißt, wir haben einen Teil, der die Kinder sehr anspricht und wir haben einen nachdenklichen Teil, in dem Janosch seine wirklich schwere Jugend verarbeitet, seine frühen Werke. Und wir zeigen einige Bücher, die noch nie veröffentlicht worden sind."

Auch wenn die Ausstellung für alle Altersgruppen gedacht ist, sind Kinder das erste Publikum, das sie sehen darf. Vor der tatsächlichen Premiere am Abend haben Schüler schon am Morgen einen Blick auf die Ausstellung erhalten.

"Das wurde sehr kurzfristig organisiert", meint Feil. "Weil, wir hatten uns überlegt: Was machen wir? Ich meine, wir haben heute Abend natürlich auch noch eine Veranstaltung mit geladenen Gästen und da ist auch ein bisschen Prominenz dabei, wie sich das eben gehört. Aber wir wollten Janosch auch überraschen. Weil wir drehen ja selber ein eigenes Filmchen heute, das wir dem Janosch heute Nachmittag noch schicken werden."

Nicht nur ein Video gibt es für Janosch, auch Geburtstagskarten bekommt er, handgemalt von den Kindern. Eine Chance, selbst kreativ zu werden. Auch Walking Acts des Tigers und des Bären begeistern das junge Publikum und machen klar, dass Kinder auch in der heutigen Welt noch ein Verlangen nach Janoschs Werken haben.

"Ich find sie sehr cool, auch weil Janosch auch die Bilder so gut gemalt hat", so Schülerin Elena Piras. "Und ich kann nicht verstehen, warum die bei der Kunstschule gesagt haben, er hätte kein Talent."

Auch das Finale der Kinderpremiere begeistert: Eine Clownshow mit Janosch-Flair. Mit einer eigens für diesen Anlass gestalteten Comedy-Nummer und Spielstationen entlang des Weges werden Kinder bei der Premiere durchgehend einbezogen und in einer fantastischen Welt willkommen geheißen. Typisch Janosch, im Museum wie im Buch.

WERBUNG:



Seitenanzeige: