Welche Folgen ein Stromausfall hat, haben Tausende Menschen aus Reutlingen und Umgebung erst am Montag am eigenen Leib erfahren.
Wie man sich in einem solchen Fall verhält, dass lernten die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler am Mittwoch-Vormittag rund um das Kreuzeiche Stadion im Rahmen des Katastrophenschutztages.
"Das hat der Montag gezeigt dass es gut und wichtig ist, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen. Denn die kommen immer unvermutet. Wenn man sich dann an das ein- oder andere erinnern kann, was man z.B. an einem solchen Tag mitbekommen hat, dann hilft das glaube ich in solchen Situationen" so der Reutlinger Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister Roland Wintzen, der den Katastrophenschutztag am Vormittag eröffnet hatte.
Eindruck hat das Notstromaggregat wegen des Stromausfalls auch bei den Schülern gemacht. Laut Schülerin Sonja sei es eine Erfahrung, die man eigentlich schon im Leben einmal haben sollte.
Insgesamt haben die Reutlinger Feuerwehr und weitere Blaulicht- und Hilfsorganisationen 20 Stationen aufgebaut – mit vielfältigen Themenschwerpunkten.
"Im Hochwasser, beim Stromausfall, beim Erste Hilfe leisten und auch, wie man sich bei einer Räumung oder Evakuierung verhält. Das ist extrem wichtig, denn im Katastrophenfall sind wir darauf angewiesen, dass die Bürger mitmachen, sich selber helfen und somit uns die Arbeit leichter machen" so der stellvertretende Reutlinger Feuerwehrkommandant Matthias Hertler.
Deshalb waren die Stationen auch so ausgelegt, dass die Schüler selbst Hand anlegen konnten. Zum Beispiel beim Zusammenstellen eines Notgepäcks oder dem Bau einer Trage, falls in einer Notsituation nicht direkt eine richtige Trage vor Ort sein kann.
Und auch der Hochwasserschutz, ebenfalls ein Thema ein Reutlingen, kam beim Katastrophenschutztag nicht zu kurz. Sandsäcke stapeln lautete die Aufgabe an einer Station, begleitet vom Technischen Hilfswerk.
Damit die Hilfsorganisationen nicht alle Schulen in Reutlingen besuchen müssen, wurde der Katastrophenschutztag vor drei Jahren ins Leben gerufen.
"Der Katastrophenschutztag ist verpflichtend für alle Schulen der Klassen sechs in weiterführenden Schulen seit drei Schuljahren. Und es ist für eine Schule nicht ganz so einfach, die Hilfsorganisationen an die Schule zu bekommen. In einer Stadt wie Reutlingen gibt es viele Anfragen an die Hilfsorganisationen. Deshalb ist es toll, dass es einen gemeinsamen Tag gibt, an dem ein so gigantisches Programm von den Hilfsorganisationen gestellt wird" so Mitorganisator Stefan Rempfer.
Mit der Organisation zeigt er sich zufrieden, so Rempfer. Alles sei reibungslos über die Bühne gegangen.
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