Boris Palmer auf einem E-Roller | Bildquelle: RTF.1

Tübingen:

Boris Palmer zu Besuch bei BLUEmobility

Stand: 24.09.26 16:18 Uhr

BLUEmobility ist ein Fachhändler für urbane Elektromobilität in Tübingen. Bekannt ist der Laden für die Tübinger Segway-Touren oder für seine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken an den sogenannten TüStromRollern. Am Mittwoch hat Oberbürgermeister Boris Palmer das Unternehmen besucht, um sich das aktuelle Angebot anzusehen - und um einen E-Roller testzufahren.


Er ist bekannt für Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel, doch auch auf dem E-Roller fühlt sich Boris Palmer bei seinem Besuch wohl. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit des Rollers ist nur 45 km/h, das untere Ende für einen E-Roller.

Doch langsam fühlt er sich nicht an, zumindest nicht für den Oberbürgermeister: "Es macht richtig Spaß. Die Dinger sind leise, sie sind schnell, sie sind gut zu steuern. Man kann sie auf eigene Bedürfnisse einstellen. Und was mich jetzt echt verblüfft: Wie billig sie sind. So 2000 Euro für einen Roller? Das ist ja billiger als ein gutes Fahrrad."

Das Gerät steht bei BLUEmobility zum Verkauf. Der Laden an der Stuttgarter Straße ist klein, doch laut Geschäftsführer Andreas Kurz reicht dieser Raum vollkommen aus. Angefangen haben er und sein Geschäft mit Segways. Damals waren sie voll im Trend, wenn auch zu teuer für Privatkäufer. Doch gemeinsam mit dem bvv stellte Kurz Segway-Touren durch Tübingen auf die Beine.

"In diesem Jahr ist der Segway tatsächlich ein Vierteljahrhundert alt und immer noch ein faszinierendes Fahrzeug", erklärt er. "Touristisch hat man 180 Grad Panorama horizontal, 180 Grad vertikales Panorama, ohne am nächsten Tag mit Nackenschmerzen zu bezahlen, wie man es vom Mountainbike gewohnt ist."

Inzwischen hat sich das Sortiment erweitert. Nach einer Zusammenarbeit mit den Stadtwerken wuchs bei Kurz das Interesse an E-Rollern, die aus dem Geschäft inzwischen nicht mehr wegzudenken sind.

"Interessant sind einfach die vielen Zielgruppen, die wir haben.", meint Kurz. "Ich hab es Herrn Palmer vorhin erzählt, ganz neue Zielgruppe in diesem Jahr: 'Wir haben Solar auf dem Dach und wissen nicht, wohin mit dem Strom. Wir brauchen so einen E-Roller.' Familien, die ein Auto verkaufen, durch die 100 km/h vor allem jetzt Pendler."

Ein weiterer Vorteil von E-Rollern gegenüber Fahrrädern ist, dass zumindest die Modelle, die über 60 km/h fahren können, auf alle Bundesstraßen dürfen. Damit erlauben sie besonders in Großstädten zusätzlich Mobilität. Doch auch in Tübingen finden sie Anwendung. Besonders bei Kurzstreckenfahrern, die nicht ständig einen Parkplatz suchen wollen.

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