Glück will die FDP breiter aufstellen
In seiner ersten Rede als designierter beziehungsweise neuer Landeschef betonte Glück, dass sich die FDP künftig stärker um unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen bemühen müsse. Die Liberalen dürften nicht auf das Image einer Partei reduziert werden, die vor allem die Interessen wohlhabender Menschen vertrete.
Er wolle den Blick sowohl auf diejenigen richten, die wirtschaftlich erfolgreich seien, als auch auf Menschen, die sich diesen Erfolg erst erarbeiten möchten. Damit verbindet Glück einen politischen Kurs, der Leistung und Aufstiegsmöglichkeiten miteinander verknüpfen soll.
Eine Gegenkandidatur gab es beim Parteitag ebenfalls. Andreas Fichtner aus Karlsruhe trat kurzfristig an und kam auf 6,9 Prozent der Delegiertenstimmen.
Wechsel nach historischem Wahlergebnis
Glück übernimmt den Landesvorsitz nach einer für die FDP Baden-Württemberg besonders schwierigen Landtagswahl. Bei der Abstimmung im März scheiterte die Partei erstmals an der Fünf-Prozent-Hürde und verlor damit ihre Vertretung im Stuttgarter Landtag.
Der bisherige Landesvorsitzende Hans-Ulrich Rülke hatte die Liberalen als Spitzenkandidat in die Wahl geführt. Auf dem Parteitag in Balingen bezeichnete er das Ergebnis als die schwerste Niederlage in der Geschichte der baden-württembergischen FDP.
Mit seinem Rückzug vom Landesvorsitz zieht Rülke daraus die persönliche Konsequenz. Nun soll Andreas Glück die Partei durch die Phase der Neuaufstellung führen.
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