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Der Rohbau steht - IHK feiert Richtfest für neue Zentrale

Seit Beginn des Jahres 2018 wird an der Hindenburgstraße in Reutlingen die Zentrale der IHK neu gebaut. Der alte Bau musste weichen. Bis zur Fertigstellung des Neubaus sind die Mitarbeiter in einem Gebäude in Tübingen untergebracht. Doch bereits im November wollen sie in die neuen Räumlichkeiten am alten Ort umziehen. Nun wurde zunächst einmal Richtfest gefeiert.

Die Tradition des Richtfestes lässt sich bis ins 14. Jahrhundert nachweisen. Früher, weiß IHK-Präsident Christian Erbe, habe der Bauherr den letzten Nagel in einen Balken einschlagen müssen. Dann sei der Bauherr auf diesen Balken gesetzt und dreimal um das Bauwerk getragen worden. "Das ist heute zum Glück nicht mehr der Fall. Der Teil der Tradition ist verloren gegangen." Der Brauch des Richtspruchs aber ist geblieben. Und so wurden auch für den Neubau der IHK-Zentrale – beziehungsweise für alle Beteiligten – von zwei Handwerkern der zuständigen Firma Georg Reisch in raschen Zügen je vier Gläser Rotwein geleert. Zum Schluss zerschellten die Gläser auf dem Boden, was dem Haus Segen bringen soll.

Das neue Gebäude sei dringend notwendig gewesen. Das bestehende Gebäude wurde Anfang der 70er Jahre gebaut, es ist also 40 Jahre alt, und wurde auch langsam zu klein. Es war ursprünglich für 35 Arbeitsplätze konzipiert. Heute arbeiten mehr als 130 Mitarbeiter in der Zentrale. Eine Ausweitung in die Pomologie wurde von Seiten der Stadt abgelehnt. Eine Sanierung wäre zu teuer gewesen. Blieb also nur die Möglichkeit des Neubaus. Rund 19 Millionen Euro betragen die Kosten hierfür. Die neuen großzügigen Räumlichkeiten bieten nicht nur Platz für die derzeitigen Mitarbeiter und verschiedene Events. Auch ermöglichen sie ein weiteres Wachstum. "Wir haben sehr viele Aufgaben im Moment, die wir zu bewältigen haben. Das ist zum Beispiel der Fachkräftemangel, der ein großes Problem darstellt für die Wirtschaft. Es ist die Digitalisierung, die sehr herausfordernd ist und da brauchen wir Mitarbeiter und auch Spezialisten, um die Wirtschaft zu unterstützen, um diese Herausforderung zu meistern. Und genau diese Mitarbeiter und Spezialisten werden hier in der neuen Zentrale ein Zuhause finden."

Bei einem traditionellen Richtfest darf natürlich auch die Grundsteinlegung nicht fehlen. Und so zementierten IHK-Präsident Christian Erbe und IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp eine Zeitkapsel für spätere Generationen in den Grundstein. Enthalten unter anderem sämtliche Tageszeitungen der Region vom Vortag. Auch eine Medaille, nämlich die Friedrich-List-Medaille, kam in die Kapsel. "Die verleihen wir an Vertreter der Wirtschaft, die sich verdient gemacht haben. Dann haben wir zur Dokumentation der Technologie ein Mobiltelefon hineingesteckt." Weiter eine Liste aller Mitarbeiter, die im Moment in der IHK tätig sind. Und dann noch etwas Münzgeld, um zu zeigen, welche Währung wir heute haben. Der Grundstein soll später im Eingangsbereich der neuen IHK-Zentrale stehen und so für Mitarbeiter und Besucher sichtbar sein.

(Zuletzt geändert: Freitag, 18.01.19 - 16:56 Uhr   -   477 mal angesehen)
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