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Abgeblasen - Regionalverband Neckar-Alb lässt seinen Pläne zum Windkraftausbau fallen

Stolz gleitet der Rotmilan durch die Lüfte: Im freien Flug über die Schwäbische Alb wird ihm wohl auch in Zukunft kein Windrad im Weg sein, denn der Regionalverband Neckar-Alb gibt seinen "Teilregionalplan Windkraft" auf. Zu groß sind die rechtlichen Einschränkungen. Lediglich neun Prozent der Fläche der Region Neckar-Alb wären überhaupt denkbar gewesen.

Die Windhöfigkeit in der Region Neckar-Alb sei im allgemeinen nicht so gut wie beispielsweise in Norddeutschland, erklärte Dr. Peter Seiffert. Er ist Leitender Planer des "Teilregionalplan Windkraft". Zu diesen Problemen kommen zahlreiche andere Faktoren, die vor Aufstellung einer Windkraftanlage geprüft werden müssen. Siedlungsabstände, Landschaftsschutz und nicht zuletzt militärische Belange spielen eine Rolle.

Zwischen 45 und 58 Windräder hätten dort Platz finden können. Doch nach weiteren Prüfungen dezimierten "artenschutzrechtliche Zugriffsverbote" die in Frage kommenden Gebiete auf zwei mit maximal sechs Anlagen. Zu wenig, als das sich die Weiterverfolgung des Planes lohnen würde. Aus Sicht des Regionalverbandes ist mit der Windkraft kein wesentlicher Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien in der Region Neckar-Alb möglich. Seither werde mehr mit Photovoltaik und Nahwärme gearbeitet, so Dirk Seidemann, Direktor des Regionalverbandes Neckar-Alb.

Hier gelten schließlich andere Bedingungen, die es bei entsprechenden Planungen dann zu bedenken und abzuklären gilt. Denn über eine Photovoltaikanlage beispielsweise, kann der Rotmilan ganz problem- und geräuschlos hinwegziehen.

(Zuletzt geändert: Samstag, 16.03.19 - 23:31 Uhr   -   605 mal angesehen)
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