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Internationaler Hebammentag

Der 5. Mai ist Internationaler Hebammentag. Aus diesem Grund haben wir eine Hebamme bei der Arbeit begleitet.

Die Wahl der richtigen Hebamme ist wichtig, denn diese betreut eine Schwangere und Mutter im Bestfall rund eineinhalb Jahre. Angefangen nach Bekanntwerden der Schwangerschaft mit regelmäßigen Terminen in der Hebammenpraxis mit Vorsorge, Hilfe bei Beschwerden und in der Regel einem Geburtsvorbereitungskurs. Einige Hebammen begleiten auch Hausgeburten. Die meisten Schwangeren entbinden aber in der Klinik. Wenn die Frauen nach Hause gehen, erfolgt laut der Reutlinger Hebamme Anja Walther die Betreuung im Wochenbett zu Hause. "Da kommen wir Hebammen heim, das Baby wird gewogen, die Nabelpflege wird gemacht, es gibt Stillberatung. Es gibt Beratung fürs Paar – besonders beim ersten Kind ist das etwas Wichtiges, da reinzukommen in diese Zeit mit einem Säugling, in die allererste Still- und Säuglingszeit." Es folgen ein Rückbildungskurs und die Beikostberatung, wenn das Baby von Milch auf feste Nahrung umsteigt.

Heute gilt: Je früher man, beziehungsweise frau, sich umschaut, desto besser. Denn trotz einiger Verbesserungen im Hebammenberuf in den vergangenen Jahren, gibt es noch immer viel zu wenig freiberufliche Hebammen. Es sei laut Anja Walther kein Beruf, in dem man wirtschaftlich sonderlich erfolgreich ist. Vielmehr sei es ein Beruf, in dem man sehr engagiert sei, wo man oft das Wochenende zusätzlich arbeite, zu dem was man unter der Woche mache. Man habe keine geregelte Arbeitszeit. Und es verschwimme manchmal so ein bisschen die Tätigkeit der Hebamme – es sei auch immer noch so ein bisschen Seelsorge mit dabei, ein bisschen Beziehungsberatung, und Erziehungsberatung sowie Ernährungsberatung. Aber gerade das ist für Anja Walther der Grund, warum sie diesen Beruf seit 25 Jahren mit Leidenschaft ausführt: "Es ist für mich das Schönste nach wie vor in all der Zeit, seit ich Examen gemacht habe. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen. Es ist eine Vielfalt. Es ist ein Beruf, der richtig Sinn gibt. Man kann, dadurch, dass man die Frauen so lange betreut, viel Einfluss nehmen und man sieht auch, was da passiert. Es ist ein toller Beruf, mit einer außergewöhnlichen Arbeitsqualität."

Der Internationale Hebammentag wird seit 1991 am 5. Mai begangen – mittlerweile in mehr als 50 Ländern – um Hebammen und ihre Arbeit zu ehren und auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft hinzuweisen.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 05.05.19 - 15:16 Uhr   -   787 mal angesehen)
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