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Die Erleuchtung der Welt

Mechthild von der Pfalz feiert in diesem Jahr ihren 600. Geburtstag. Auch für unsere Region spielte die Gräfin von Württemberg und Mutter von Graf Eberhard im Bart eine wichtige Rolle. Grund genug für die Reutlinger Schriftstellerin Johanna von Wild, alias Biggi Rist, sie in ihrem ersten historischen Roman "Die Erleuchtung der Welt" zu einer der Hauptpersonen zu machen.

Bewertung: 3 von 3 Daumen

Auf der Suche nach einer historischen Persönlichkeit aus Württemberg war Johanna von Wild eher zufällig über Mechthild von der Pfalz gestolpert – dann aber sofort von ihr fasziniert gewesen: "Es war eine sehr sehr starke Frau zu der Zeit, die sich gegen diese absolute Männerwelt behaupten musste. Sie musste ihre Kinder schützen. Damals war es so, wenn die Gatten verstorben sind, dann haben die Angehörigen, in dem Fall ihr Schwager, versucht die Vormundschaft zu bekommen über die Kinder, weil sie damit ihr Reich vergrößern und Einfluss auf die Politik nehmen können."

Johanna von Wild begleitet Mechthild auf ihrem Weg, indem sie ihr eine fiktive Person an die Seite stellt: Helena, ein armes Mädchen, das aufgrund ihrer Herkunft nicht viel zu sagen hat. Durch Zufall wird sie Mechthilds Wegbegleiterin. Über die Jahre entwickelt sich ein enges Vertrauensverhältnis, sodass die beiden Frauen fast wie Schwestern werden. Helena ist dreieinhalb Jahre älter als Mechthild und lernt sie quasi durch Zufall kennen. Mechthild ist sehr angetan von ihr und wünscht sich immer eine große Schwester, "und so kommt es dann schlussendlich zustande, dass sie einander begleiten. Es gibt aber auch eine Passage im Buch, wo es zu einer Fehlentscheidung von Seiten von Helena kommt, und es kommt zum Bruch in dieser Freundschaft."

Auch wenn die Autorin Mechthild von der Pfalz eine fiktive Figur an die Seite gestellt hat, so enthält der Roman doch sehr viel Wahres. Die Stationen in Mechthilds Leben sowie bedeutende Begebenheiten, haben sich tatsächlich ereignet. Die Leser lernen also auf einfache Weise viel über die damalige Zeit. Sie lernen etwas über die Kleidung, die Stände und die Gegend, wie es damals war und wie die Leute gelebt haben. Es sei sehr unterschiedlich gewesen. Es habe auch höllische Strafen für bestimmte Vergehen gegeben: "Da wurden die Leute gevierteilt und gerädert, sehr „unschön" sage ich jetzt mal. Es war natürlich schon eine recht düstere Zeit, aber es war schon der Aufbruch in die frühe Neuzeit."

Das Buch „Die Erleuchtung der Welt" von Johanna von Wild ist im Februar erschienen und kostet 15 Euro.

Die Erleuchtung der Welt
Johanna von Wild
Gmeiner-Verlag

deutsch
13.20.2019
3839224284
978-3839224281
€ 15,00

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(Zuletzt geändert: Freitag, 19.04.19 - 14:59 Uhr   -   189 mal angesehen)
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