Auf ein wunderbares, unfallfreies und freundliches Weindorf. Darauf stieß Oberbürgermeister Thomas Keck mit Organisatorin Regine Vohrer auf der Treppe vor dem Naturkundemuseum an, bevor beide den 39. Reutlinger Herbst für eröffnet erklärten.
Und auch gemeinsam gesungen wurde wieder. Das Weindorflied – begleitet vom „Stauferland Duo" – gehört mittlerweile schon fast so selbstverständlich zum Weindorf, wie das Weindorf zu Reutlingen.
"Es ist mittlerweile nicht mehr nur im städtischen Veranstaltungskalender, sondern auch in den Köpfen fest verankert. Also es ist schwer, sich das ohne vorzustellen und ich bin wirklich dankbar, dass die Wirtinnen und Wirte das Risiko, das es auch immer bedeutet – trotz der Lauben ist es immer noch mit viel Open-Air und Frischluft und eben wetterabhängig verbunden – dass sie das Risiko auf sich nehmen und das stemmen" sagt Keck.
Und die Wirte locken mit einem – das kann man sicherlich sagen – breit gefächerten Angebot. Weit über 300 auserlesene Badener, Württemberger und aus den Nachbarländern kommende Weine werden ausgeschenkt.
Dazu kommen Cocktails, Sekte, Champagner, aber natürlich auch alkoholfreie Getränke und verschiedene Speisen. Viel Bekanntes also rund um die Marienkirche, allerdings auch gepaart mit einigen Neuerungen. Für Organisatorin Regine Vohrer die richtige Mischung.
"Wir haben den neuen Wirt, bzw. die zwei neuen Wirte in der Grafenlaube. ... Das freut uns sehr. Die haben eine sehr schöne Laube und eine sehr schöne Karte. Auf der anderen Seite haben wir die Bar von Hugo Boss stehen. Es gibt bei den Speisen Veränderungen und bei den Weinen. Aber es ist natürlich auch ein bisschen so: Etwas, das wirklich schon sehr weit oben ist vom Level, kann man im Ganzen nur noch ein bisschen verändern oder modifizieren. Aber wirklich qualitativ verbessern kann man das Weindorf nicht mehr. Da stehe ich dazu" so die Organisatorin.
Zwölf Tage hatten die allein Aufbauarbeiten gedauert. Regine Vohrer habe aber schon seit Anfang Juni ein mulmiges Gefühl gehabt, ob auch alles gut gehe, gibt sie zu. Das werde ich auch nicht mehr los, mutmaßt sie. Dieses Jahr hat aber augenscheinlich alles geklappt.
"Das Weindorf gehört nicht zu den großen Weindörfern – wie z.B. das in der Landeshauptstadt Stuttgart. Aber mit 3.500 Sitzplätzen und 300 verschiedenen Weinen aus Württemberg, Baden und darüber hinaus ist es auch hier um die Marienkirche herum – unser mittelalterliches Wahrzeichen – ein Stück Heimat" findet der Reutlinger OB.
Und von diesem Stück Heimat haben die Menschen von jetzt ab gut zwei Wochen lang etwas – genau genommen bis zum 12 September. Von Dienstag bis Samstag haben die meisten Lauben zwischen 17 und 23 Uhr geöffnet, Sommerlaube und Rösslewirt bereits ab 11 Uhr. Dazwischen gibt es immer wieder Programmpunkte, wie das Fassrollen am 4. September.
An den Sonn- und Montagen bleibt das Weindorf geschlossen. Weitere Infos und Wissenswertes gibt's unter www.reutlinger-weindorf.de.
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